Papierindustrie

Österreichs Druckereien fordern Bestbieterprinzip bei Aufträgen - und mehr Patriotismus

Der heimische Verband Druck & Medientechnik plädiert wegen der Krise in einem offenen Brief bei Bestellungen für eine stärkere Orientierung an inländischen Herstellern - sowie für das Bestbieterprinzip statt des marktüblichen Dumpings.

Der Verband Druck & Medientechnik plädiert angesichts der Corona-Krise in einem offenen Brief an die Regierung für eine verstärkte lokale Produktion in der Drucker-Branche. So sollen österreichische Druckereien ausländischen vorgezogen werden, solange die Wirtschaft geschwächt ist, und Fördergelder an heimische Wertschöpfungsketten geknüpft werden, lauten die Forderungen des Verbands.

Darüber hinaus sollen beim Bestbieterprinzip Nachhaltigkeit höher bewertet und Gütesiegel (beispielsweise: "Printed in Austria") mehr gefördert werden, so der Verband weiter. Zudem solle bei allen Aufträgen das Bestbieterprinzip angewendet werden. Man wolle "keine Almosen, sondern faire Marktbedingungen, die uns den Wiederaufbau ermöglichen", sagte Verbandspräsident Gerald Watzal.

"Müssen wir uns abhängig machen von Exporten, wenn es österreichische Unternehmen gibt, die das Gleiche anbieten können?"

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Der Verband monierte in einer Aussendung vom Dienstag vor allen die Abhängigkeit der Branche vom Export. "Müssen wir uns abhängig machen von Exporten, wenn es österreichische Unternehmen gibt, die das Gleiche anbieten können?", heißt es in der Aussendung. Die Druckerbranche bringe 1,6 Mrd. Euro an Umsatz jährlich ein und habe 2019 nahezu 200 Lehrstellen geschaffen, so der Verband. (apa/red)

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