Infrastruktur

Österreichs Breitbandmilliarde: Interesse der Telekomanbieter sinkt

Derzeit läuft die Ausschreibung für den Anschluss von KMU und Schulen an das Glasfasernetz, doch das Interesse der Telekomunternehmen hat deutlich nachgelassen.

 In der zweiten Ausschreibungsrunde für Förderungen im Zuge der "Breitbandmilliarde" ist das Interesse der Telekomunternehmen deutlich gesunken. Ausgeschrieben waren 140 Mio. Euro, beantragt wurden aber nur 106 Mio. Euro. Damit sollen 701 Gemeinden künftig schneller im Internet unterwegs sein.

"Insgesamt profitieren bereits 560.000 Österreicherinnen und Österreicher von Förderzusagen", rechnete Infrastrukturminister Jörg Leichtfried (ÖVP) vor.

Leerverrohrungen für die Gemeinden waren diesmal nicht ausgeschrieben, so das Infrastrukturministerium zur APA. Fördergelder, die nicht abgeholt wurden, stehen in kommenden Ausschreibungen erneut zur Verfügung. Derzeit läuft die Ausschreibung des Programms "Connect", in dem Klein- und Mittelbetriebe sowie Schulen an das Glasfasernetz angeschlossen werden.

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Bisher hat das Infrastrukturministerium aus der Breitbandmilliarde Förderzusagen über insgesamt 204 Mio. Euro vergeben, größter Nutznießer war - wie erwartet - der Marktführer Telekom Austria. Wobei sich die Mobilfunknetzbetreiber die Breitbandmilliarde ohnehin selbst bezahlt haben. Sie stammt aus der zwei Milliarden schweren Versteigerung von Funklizenzen, für die alle drei Netzbetreiber (A1/Telekom, T-Mobile und "3") mitgeboten haben. (apa/red)

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