Infrastruktur

Österreichs Bauindustrie: Neue Großaufträge in Polen und in Linz

Der Bau der neuen Donaubrücke startet in wenigen Wochen - der Zuschlag ging an ein Konsortium von MCE, Porr und Strabag. Aus Polen meldet die Porr zeitgleich den Gewinn eines weiteren Großauftrags.

Die Porr, Nummer zwei der heimischen Bauindustrie, hat in Polen einen Auftrag für den Bau einer Hochdruck-Gaspipeline zwischen Tworog und Tworzen an Land gezogen. Das gesamte Auftragsvolumen beträgt 68 Mio. Euro, teilt die Porr mit. Porr baut die Pipeline im Konsortium mit Denys NV und ist mit 50 Prozent beteiligt.

Der vierte Großauftrag für die Porr in Polen

Auftraggeber ist der polnische Gasnetzbetreiber Gaz-System S.A., für den die Porr bereits ein Projekt gebaut hat. Die neue Pipeline soll den Transport von Erdgas in der Woiwodschaft Opole und in der Region Schlesien verbessern. "Der neue Auftrag ist bereits der vierte, den die Porr im Energieversorgungsbereich in Polen erhalten hat", so Porr-Chef Karl-Heinz Strauss.

Die neue Gas-Pipeline mit einem Durchmesser von einem Meter wird 55,2 km lang sein und entlang einer bereits existierenden Pipeline verlaufen. Die Bauzeit soll 26 Monate betragen. Die Tworog-Tworzen Pipeline ist Teil des Nord-Süd-Gaskorridors von Swinoujscie bis Kroatien. Ihr Bau wird durch den Europäischen Regionalentwicklungsfonds im Rahmen des Programms "Infrastruktur und Umwelt" co-finanziert.

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Die neue Donaubrücke (hier im Rendering vorne im Bild) ersetzt die alte Eisenbahnbrücke. Diese, zeitgleich mit dem Eiffelturm errichtet, war einst das modernste Stahlbau-Bauwerk der gesamten Monarchie. Der neue Entwurf von Mimram Architectre Paris zitiert deutlich die Formen der früheren Eisenbahnbrücke. Im Hintergrund übrigens die ebenfalls gerade im Ausbau befindliche Vöest-Brücke.

Großauftrag an MCE, Porr und Strabag in Linz

Im Juni dürfte der Bau der neuen Linzer Donaubrücke beginnen: In einem EU-weiten Vergabeverfahren bekam ein Konsortium aus MCE, Porr und Strabag den Zuschlag für sein Angebot zum Preis von 57 Millionen Euro. Die örtliche Bauaufsicht wurde an eine Bietergemeinschaft aus Schimetta Consult ZT und IBK Ingenieurbüro Kronawetter ZT (1,25 Millionen Euro) vergeben. Das teilt die Stadt Linz mit.

Donaubrücke ersetzt frühere Eisenbahnbrücke

Die Brücke soll die 2016 abgetragene Eisenbahnbrücke ersetzen und bis Herbst 2020 fertig sein. Neben zwei Fahrspuren für den motorisierten Individualverkehr sind auch Geh- und Radwege sowie eine Straßenbahnachse vorgesehen.

(red mit apa)

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