Automarkt

Österreichs Automarkt wächst doppelt so schnell wie der europäische

In Europa ist im September der Verkauf von Autos wieder kräftig gestiegen, und zwar um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. In Österreich betrug der Wer knappe 15 Prozent, wie der Herstellerverband Acea meldet.

Der Pkw-Absatz in Europa ist im September weiter kräftig gestiegen. Im vergangenen Monat kletterten die Neuzulassungen in der EU im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,2 Prozent auf 1,45 Millionen Fahrzeuge, wie der Herstellerverband Acea heute, Freitag, mitteilte. In Österreich war der Zuwachs mit einem Plus von 14,9 Prozent auf 29.836 neu zugelassenen Autos mehr als doppelt so stark.

Unter den großen Automärkten den höchsten Anstieg bei den Neuzulassungen verzeichneten erneut Italien (plus 17,4 Prozent) und Spanien (plus 13,9 Prozent). Deutlich niedriger war das Wachstum in Frankreich (plus 2,5 Prozent) und Großbritannien (plus 1,6 Prozent).

Volkswagen weit vor allen anderen - trotz Rückgängen in Europa

Davon profitierten dem Branchenverband zufolge vor allem Fiat und Renault. Auch die Oberklassehersteller BMW und Daimler verbesserten sich deutlich. Die Talfahrt des VW-Konzerns nach dem Diesel-Skandal setzte sich dagegen fort, der Marktanteil verringerte sich auf 22,8 (Vorjahr: 23,2) Prozent. Mit mehr als einem Fünftel der in der EU verkauften Fahrzeuge liegen die Wolfsburger damit aber weiter mit Abstand vor der Konkurrenz.

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Der europäische Automarkt profitiert schon seit längerem von den niedrigen Zinsen, billigem Sprit und der besseren wirtschaftlichen Lage in Teilen Südeuropas. Für 2016 erwartet der Herstellerverband einen Anstieg der Pkw-Zulassungen in der EU um rund fünf Prozent. In den ersten neun Monaten rollten 11,2 Millionen Neuwagen auf die Straßen, plus 8 Prozent. In Österreich beschleunigten sich die Neuzulassungen zwischen Jänner und September um 6,3 Prozent auf 252.178 Stück. (APA/reuters/red) 

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