Autohandel

Österreichs Autohändler: "Vollkommen realitätsfremde Einschätzung" bei Importeuren

Österreichs Autohändler leiden unter der Coronakrise und bekommen jetzt offenbar zusätzlich massiven Druck durch Importeure zu spüren. Die Rede ist hier von einer "erschreckenden und vollkommen realitätsfremden Markteinschätzung" bei den Importeuren.

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Die Autohändler leiden nicht nur unter der Coronakrise, sondern beklagen zusätzlich "Druck durch Importeure". Der Verband österreichischer Kraftfahrzeugbetriebe (VÖK) sieht eine "erschreckende und vollkommen realitätsfremde Markteinschätzung" der Importeure fürs das heurige "Krisenjahr". Die Hersteller gingen von knapp 300.000 Neuwagen aus. Vom "vollkommen überzogenen und unerreichbaren Ziel" werden aber die Händlerziele abgeleitet, von denen wiederum Boni abhängen.

"Vollkommen überzogene und unerreichbare Ziele"

Überzogene Verkaufsziele mit Auswirkungen auf die Handelsspanne seien zudem als rechtswidrig anzusehen, heißt es vom VÖK unter Verweis auf ein kürzliches kartellgerichtliches Urteil zu Peugeot und einem Händler. Voriges Jahr wurden ohne leichte Lkw 248.740 Kfz verkauft.

Derzeit gebe es Lieferprobleme und lange Lieferzeiten durch den Halbleiterengpass und durch Produktionsausfälle. Die geplante NoVA mache eine Verkaufszielplanung auch nicht leichter. (apa/red)