Dieselgate

Österreichisches Verfahren gegen VW soll Verjährung von Ansprüchen verhindern

Anwalt Michael Poduschka hat nun im Namen eines Mandanten eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebracht. Ziel ist ein Verfahren in Österreich, für dessen Dauer die Ansprüche jener, die sich dem Strafverfahren angeschlossen haben, nicht verjähren können.

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Das sei besonders für alle interessant, die keine Rechtsschutzversicherung haben, so Poduschka zur APA. Konkret bezieht sich die Anzeige gegen VW, Audi und Porsche auf den 3,0-Liter-Dieselmotor (EA897), der laut Sachverhaltsdarstellung etwa bei VW Touareg und Phaeton, Porsche Macan und Cayenne sowie mehreren Audi-Modellen eingebaut wurde.

Der Anwalt wirft den Firmen vor, wie bei dem viel häufiger verwendeten kleineren 1,6-Liter-Dieselmotor (EA189,) mit einer Abschalteinrichtung am Prüfstand weniger Schadstoffausstoß erzeugt zu haben als im laufenden Betrieb. Auch gebe es bis heute keine behördlich genehmigte Verbesserungsmöglichkeit der betroffenen Fahrzeuge. Dennoch würden die Händler die manipulierten Fahrzeugen nicht zurücknehmen und den Kaufpreis zurückzahlen. Sein Mandant habe daher einen Schaden in Höhe des Fahrzeugwertes, argumentiert Poduschka in seiner Sachverhaltsdarstellung.

Dass es eine Manipulation der Motoren gegeben hat, ist nicht strittig. Wohl aber, ob den Kunden damit ein Schaden entstanden ist und ob eine neue Software reicht, den realen Schadstoffausstoß unter den gesetzlichen Höchstwert zu senken und zugleich die volle Leistung und den vollen Wert der Fahrzeuge wieder herzustellen. (apa)

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