Ansichtssache

Österreichische Unternehmen leiden unter hohem Lohndruck

Der Hays Global Skills Index 2016 zeigt: Die Qualifikationslücke vergrößert sich weltweit. In Österreich bleiben die Gehälter weiterhin unter Druck.

Hays Konjunktur Gehälter Mark Frost
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© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

Die Qualifikationslücke in Europa hat sich in den letzten fünf Jahren um 14 Prozent vergrößert. Dadurch steigt der Lohndruck für qualifizierte Fachkräfte weiter an: Unternehmen müssen Gehälter erhöhen, um geeignete Mitarbeiter zu finden und sie langfristig zu binden. Zu diesem Thema hat Hays in Zusammenarbeit mit Oxford Economics den fünften Hays Global Skills Index in Folge erstellt. Er basiert auf einer Analyse der Arbeitsmärkte in 33 Ländern weltweit. In Österreich ist der Druck auf die Gehälter in Industrien mit hohem Qualifikationsniveau weiterhin hoch. Hier liegt der errechnete Wert des Index bei 7,2 von zehn Punkten. Über alle Branchen hinweg liegt der Lohndruck bei hoch qualifizierten Berufen bei 3,6 Punkten. 

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Die Qualifikationslücke in Europa hat sich in den letzten fünf Jahren um 14 Prozent vergrößert. Dadurch steigt der Lohndruck für qualifizierte Fachkräfte weiter an: Unternehmen müssen Gehälter erhöhen, um geeignete Mitarbeiter zu finden und sie langfristig zu binden. Zu diesem Thema hat Hays in Zusammenarbeit mit Oxford Economics den fünften Hays Global Skills Index in Folge erstellt. Er basiert auf einer Analyse der Arbeitsmärkte in 33 Ländern weltweit. In Österreich ist der Druck auf die Gehälter in Industrien mit hohem Qualifikationsniveau weiterhin hoch. Hier liegt der errechnete Wert des Index bei 7,2 von zehn Punkten. Über alle Branchen hinweg liegt der Lohndruck bei hoch qualifizierten Berufen bei 3,6 Punkten. 

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"Die österreichische Wirtschaft hat sich in manchen Bereichen verbessert. Es gibt ein leichtes Wachstum bei den Importen, einen minimalen Anstieg beim Bruttosozialprodukt, der Privatkonsum nahm zu und es gelangen mehr industrielle Investitionsvorhaben. Auf der anderen Seite gab es auch negative Faktoren. Wie etwa der Anstieg bei der Arbeitslosigkeit, der Inflation und der Schuldenquote. Leider ist auch der Ausblick für 2017 nicht rosig", so Hays-Österreich-Geschäftsführer Mark Frost.

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"Für Österreich wird kein Wachstum des BIP erwartet. Dazu kommen rückläufige Konsumausgaben, stagnierende Industrie-Investitionen, ein markanter Anstieg der Arbeitslosigkeit und eine zunehmende Inflationsrate. Hochqualifizierte Experten werden weiterhin nachgefragt, wiewohl Österreich hier im Wettbewerb zu Deutschland steht, die besten Talenten zu halten und auch für die entsprechende Nachfrage zu sorgen", so Frost weiter.

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Der Report zeigt u.a. auf, dass Automatisierung und Robotertechnik das Potenzial bieten, den Mangel an qualifizierten Fachkräften auszugleichen und den Arbeitsmarkt zu beeinflussen. So übernehmen diese Technologien zunehmend auch nicht-routinemäßige Aufgaben wie das Verfassen von Rechtstexten oder die Erstellung von Diagnosen. Dadurch ersetzen Roboter die weltweit fehlenden Qualifikationen.

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Im Hays Global Skills Index werden für jedes Land Noten von 0 bis 10 vergeben, mit denen die Bedingungen auf dem jeweiligen Arbeitsmarkt bewertet werden. Die Note berechnet sich auf der Grundlage einer Analyse von sieben gleich gewichteten Indikatoren. Jeder Indikator steht für einen eigenen Arbeitsmarktfaktor wie z. B. Bildungsniveau, Flexibilität des Arbeitsmarktes und Lohndruck.