Nach Einwohnerzahl

Österreich ist größter Motorenproduzent der Welt

Der Industriestandort Österreich gehört bei der Automobilindustrie weltweit zu den erfolgreichsten zehn. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl liegt das Land beim Motorenbau an erster Stelle. Hierzulande gebe es rund 450.000 Arbeitsplätze in diesem Wirtschaftszweig, so die Automobilindustrie.

Österreichs Automobilindustrie ist bei Innovationen weltweit unter den Top-Ländern und auch die Produktion ist beachtlich: Pro Kopf ist das kleine Land der größte Motorenproduzent der Welt, rechnete der Chef des Zulieferers AVL List, Uwe Dieter Grebe, vor. Die Zukunft werde das autonome, vernetzte Fahren sein, Verbrennungsmotor und Elektroantrieb werden gleichen Stellenwert haben, so Grebe.

AVL List ist in Österreich der Patentkaiser, gefolgt vom kanadisch-österreichischen Motorenproduzenten Magna. Rund zehn Prozent des Umsatzes (inklusive staatlicher Förderungen) gibt das Grazer Unternehmen für Forschung und Entwicklung aus, weltweit werden 8.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Dazu passt auch die jüngste Meldung über einen neuen Großauftrag an Magna Steyr: Die Grazer sollen Modelle für BMW, Jaguar Land Rover und offenbar ab 2018 auch für Toyota fertigen.

White Paper zum Thema

Patentkaiser AVL List und Magna

Insgesamt sichere die Automobilwirtschaft in Österreich nach ihren eigenen Angaben rund 450.000 Jobs und führt pro Jahr 15 Mrd. Euro an Steuern ab. Der Jahresumsatz liege bei 43 Mrd. Euro. Pro Werktag würde die Branche 1,4 Patente anmelden, davon nahezu wöchentlich eines im Bereich Elektromobilität. Hier sei Österreich spät gestartet, aber habe gewaltig aufgeholt. Nach Deutschland ist Österreich das europäische Land mit den meisten Anmeldungen in diesem Bereich, so Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung (IV).

Einen Appell gegen die Verteufelung des Autos richtete der neue Sprecher der Automobilimporteure, Günther Kerle. "Die Autoverdrängung ist gegen die Interessen der Bevölkerung", so der ehemalige Mazda Österreich-Chef Kerle, der mit 1. April in Pension ging und die Nachfolge von Felix Clary bei der Interessensvertretung antrat. Das Auto müsse leistbar bleiben, hilfreich wäre dabei eine E-Auto-Förderung wie sie nun Deutschland bekommt und eine Neuauflage der Verschrottungsprämie, was auch der Umwelt gut tun würde, erklärte Kerle.

Die Studie "Leitbranche Automobilindustrie" im Auftrag der Autoimporteure ist unter diesem Link abrufbar. (apa/red)

Aktuell zum Thema:

Die Top 10 der heimischen Zulieferer >>

Schwächelnder Standort? Wackelige Konjunktur? Unsicheres China? Österreichs Automotive-Industrie scheint davon bis zuletzt nicht allzu viel zu spüren. Die Umsätze der Großen sind unter dem Strich gestiegen.

Die größten Auto-Zulieferer >>

Bosch, Magna & Co: Die Automobilwoche hat eine Aufstellung der größten Zulieferer im Automobilbereich veröffentlicht und damit wirklich nur die Umsätze berücksichtigt, die mit den Autoherstellern getätigt werden.

Verwandte tecfindr-Einträge