Energie

Ölpreise steigen: Wie reagieren Förderer auf Überangebot?

Die Ölpreise legen weiter zu. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostet um die 67 Dollar, ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI bewegt sich bei 57 Dollar. Das zentrale Frage ist nun: Wie reagieren Länder wie Saudi-Arabien und Russland auf das aktuelle Überangebot?

Russland, das nicht zur Opec gehört, scheint einer Förderkürzung gegenüber skeptisch zu sein.

Die Ölpreise sind mit moderaten Preiszuwächsen in die neue Handelswoche gegangen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 67,31 US-Dollar (59,33 Euro). Das waren 55 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 68 Cent auf 57,14 Dollar.

Das entscheidende Thema am Ölmarkt bleibt die Frage, wie große Rohölförderer auf das derzeit vorhandene Überangebot reagieren werden. Anfang Dezember trifft sich das Ölkartell Opec in Wien, um über seine Produktion im kommenden Jahr zu beraten. Das größte Förderland Saudi-Arabien spricht sich für eine Kürzung der Tagesproduktion um eine Million Barrel aus.

Russland, das zwar nicht der Opec, aber dem erweiterten Opec-Plus-Verbund angehört, scheint eine Förderkürzung derzeit eher nicht als notwendig anzusehen. Vergangene Woche hatte Russlands Staatschef Wladimir Putin gesagt, Russland könne gut mit einem Ölpreis um die 70 Dollar herum leben. Ähnlich hatte sich sein Energieminister Alexander Nowak geäußert. (dpa/apa/red)

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