Rohstoffe

Ölpreise nach dem Treffen der Opec auf Talfahrt

Mitglieder des Ölkartells Opec sowie weitere große Förderländer wie Russland haben in Wien eine Erhöhung der Fördermengen beschlossen. Jetzt fallen die Preise für Brent wie auch WTI - wenn auch unterschiedlich stark.

Die Ölpreise sind heute gefallen, wenn auch unterschiedlich stark. Der Preis für Rohöl aus der Nordsee gab deutlich nach, während für US-Leichtöl nur etwas weniger bezahlt werden musste.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete in der Früh 74,14 US-Dollar (63,65 Euro). Das waren um 1,41 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank dagegen nur um 23 Cent auf 68,35 Dollar.

Marktbeobachter begründeten die unterschiedlich starke Preisreaktion der beiden wichtigsten Ölsorten der Welt mit dem absehbaren Angebot. Am Wochenende hatte das Bündnis OPEC+, bestehend aus dem Ölkartell OPEC und anderen großen Förderern wie Russland, eine Ausweitung der Tagesförderung um etwa eine Million Barrel beschlossen. Der Großteil des zusätzlichen Öls geht aufgrund von Handelsbeziehungen nach Europa und Asien. Der US-Ölpreis ist daher weniger von der Ausweitung betroffen.

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Wie viel zusätzliches Rohöl tatsächlich auf den Markt kommen wird, ist selbst Fachleuten nicht ganz klar. Wichtigster Grund dafür ist, dass nur wenige große Produzenten dazu in der Lage sind, ihre Ölproduktion kurzzeitig nennenswert auszuweiten. Dazu zählen insbesondere die beiden Ölriesen Saudi-Arabien und Russland, die auch am stärksten auf eine Förderanhebung hingewirkt hatten. (dpa/apa/red)