Ölpreise

Ölpreise: Kürzungen versus Flaute am Weltmarkt

Die Ölpreise sind zu Wochenbeginn leicht gestiegen. Die Situation der Preise am Weltmarkt ist von zwei starken gegenläufigen Kräften gekennzeichnet.

Die Ölpreise sind zu Wochenbeginn leicht gestiegen. Starke Impulse gab es zunächst nicht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete in der Früh 66,04 US-Dollar (58,85 Euro). Das waren 30 Cent mehr als. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 32 Cent auf 56,39 Dollar.

Die Lage am Ölmarkt ist nach wie vor gekennzeichnet durch ein Wechselspiel starker gegenläufiger Kräfte. Gestützt werden die Rohölpreise vor allem durch die seit Jahresbeginn geltende Förderkürzung durch das Ölkartell OPEC und mit ihm verbündete Förderstaaten wie Russland. Die Kürzung dämpft das weltweite Angebot.

Preisbelastend wirkt dagegen die wesentlich schwächere Weltwirtschaft, was eine geringere Erdölnachfrage erwarten lässt. Hinzu kommen zahlreiche wirtschaftspolitische Risiken wie der nach wie vor ungelöste Handelsstreit zwischen den USA und China und die Gefahr eines ungeordneten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union Ende März. Riskantere Anlagen wie Rohstoffe leiden unter dieser Ungewissheit.

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Saudi-Arabien: Keine Änderung der Förderquoten nötig

Mit der Nachfrage am Ölmarkt hat sich der saudi-arabische Energieminister Khalid al-Falih zuletzt zufrieden gezeigt. Diese sei derzeit "sehr gesund", sagte al-Falih der Nachrichtenagentur Reuters. Er verwies insbesondere auf die Nachfrage in den USA und China.

Eine Änderung der Förderpolitik beim nächsten Treffen der OPEC-Länder und anderer Ölstaaten wie Russland am 17. und 18. April ist nach Worten des Ministers nicht nötig. Die unter dem Namen OPEC+ bekannte Allianz hat ihre Produktion zum Jahresbeginn um rund 1,2 Millionen Barrel pro Tag (bpd) gedrosselt. Weniger Öl kommt auch aus Venezuela. Dort gingen die Ölexporte um 40 Prozent auf rund 920.000 bpd zurück, seit die US-Regierung Ende Jänner Sanktionen gegen die dort ansässige Erdölindustrie verhängt hat.

(dpa/reuters/apa/red)