Energie

Ölpreise fallen weiter

Am Ölmarkt gibt es weiter reichliches Überangebot. Die Opec-Staaten fördern weiter deutlich über dem Bedarf, Russland auch. Dagegen ist von einer Jubelstimmung in der Fracking-Industrie Nordamerikas schon länger nichts mehr zu hören.

Die Ölpreise sind Anfang dieser Woche belastet durch das anhaltend hohe Ölangangebot gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt zur Lieferung im Dezember 49,14 US-Dollar (44,60 Euro). Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI ging um 31 Cent auf 46,27 Dollar zurück.

Produktion über Bedarf

"Ein weiterhin reichliches Ölangebot lastet auf den Preisen", kommentierten die Rohstoffexperten der Commerzbank. Jüngste Daten zeigten, dass die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) weiter deutlich über Bedarf produziere. Zudem habe Russland seine Ölproduktion im Oktober auf ein Rekordniveau von 10,8 Millionen Barrel pro Tag gesteigert und trage so ebenfalls zum Überangebot bei. Russland ist das größte Ölförderland außerhalb der OPEC.

Schlechte Konjunkturdaten aus China, die inzwischen auch Europas Maschinenbau deutlich beeinflussen, übten ebenfalls etwas Druck auf die Ölpreise aus. Sowohl der von der Regierung als auch der vom chinesischen Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Einkaufsmanagerindex für die Industrie waren im Oktober im Schrumpfungsbereich geblieben. "Chinas Industriesektor, der immer noch schrumpft, verstärkt den Abwärtsdruck beim Öl, weil er eng mit der Nachfrage für Ölprodukte verbunden ist", sagte Hong Sun Ki, Rohstoffexperte beim Finanzdienstleister Samsung Futures. (dpa/apa)

Verwandte tecfindr-Einträge