Großfusion

Ölbranche: Nach großen Jobabbau folgt nun milliardenschwere Fusion

Der Kostendruck zwingt Unternehmen der Ölindustrie zu handeln: Nun schließt sich der französische Dienstleister Technip mit dem US-Rivalen FMC Technologies zu einem Anbieter mit einem Jahresumsatz von rund 20 Milliarden Dollar (17,73 Milliarden Euro) zusammen.

Die Großfusion soll dabei zu Einsparungen von mindestens 400 Millionen Dollar bis 2019 führen und den Gewinn ankurbeln, so die Begründung. Die Fusion der beiden Unternehmen, die bereits in einem Joint Venture kooperieren, wird über einen Aktientausch abgewickelt. Die Anleger erfreute die Nachricht: Die Technip-Aktie legte im frühen Handel mehr als zehn Prozent zu.

Der gesunkene Ölpreis und das Überangebot an dem Rohstoff zwingt die Branche zu Einsparungen. Ölkonzerne wie Exxon und BP fahren ihre Investitionen massiv zurück. Dies bekommen auch Dienstleister wie Technip und FMC zu spüren, die Förder-Anlagen bauen und ausrüsten. Technip hatte deswegen im vergangenen Jahr Tausende Arbeitsplätze gestrichen. Erst kürzlich waren die 28 Milliarden Dollar schweren Fusionspläne der beiden US-Öldienstleister Halliburton und Baker Hughes am Widerstand der Kartellbehörden gescheitert. (apa/Reuters)

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