Personalie

ÖIAG: Kemler folgt Beyrer

"Langfristig ist es mein Ziel, die ÖIAG im Dialog mit allen Stakeholdern strategisch aufzuwerten."

Die Staatsholding ÖIAG hat einen neuen Chef: Der IT-Manager Rudolf Kemler (56) folgt auf Markus Beyrer, der nach Brüssel wechselt. Damit bleibt die ÖIAG-Spitze weiter im Naheverhältnis zur Industriellenvereinigung (IV) - Beyrer war Generalsekretär der Interessenvereinigung, Kemler ist Vorstand in der IV-Wien. Der laut Branchenbeobachtern von der ÖVP favorisierte Ex-Landesrat Herbert Paierl (V) kam nicht zum Zug.

Fekter zufrieden

Finanzministerin Maria Fekter (V) zeigte sich im APA-Gespräch zufrieden mit der Entscheidung. Kemler sei nun gefordert, ein Konzept über die künftige Ausrichtung der Holding (Telekom Austria, Post AG, OMV) vorzulegen. Ein Gespräch mit ihm habe bereits stattgefunden.

Fekter stellte aber auch klar, dass sie mit Paierl leben hätte können. Nun gehe es darum, die ÖIAG aus den medialen Schlagzeilen herauszuhalten. Zu der von der ÖVP in der Vergangenheit geforderten Eingliederung der ÖBB in die ÖIAG hielt sie fest, dass man nun mal schauen müsse, was der austro-kanadische Milliardär Frank Stronach mit den ÖBB vorhabe. Wenn es ihm nur darum gehe, Förderungen abzuziehen, sei ein Verkauf an Stronach keine Option. Wenn er aber den Steuerzahler entlastet, müsse man sich das anschauen.

"Strategische Aufwertung"

Kemler wird mit 1. November 2012 die Position des Alleinvorstands der ÖIAG übernehmen. Zu seinen Plänen meinte er am Freitagnachmittag in einer Aussendung: "Langfristig ist es mein Ziel, die ÖIAG im Dialog mit allen Stakeholdern strategisch aufzuwerten. Dazu gibt es verschiedene strategische Zukunftsoptionen, die ich konstruktiv und sachlich diskutieren werde. Ich möchte Brücken bauen und das Verbindende über das Trennende stellen." Strategisch steht für Kemler die Aufwertung der ÖIAG an zentraler Stelle.

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