Arbeitszeitflexibilisierung

ÖGB will Möglichkeit einer 4-Tage-Woche in allen Kollektivverträgen

Wenn schon Flexibilität bei der Arbeitszeit, dann bitte für beide Seiten: Der ÖGB plädiert dafür, die Möglichkeit einer Vier-Tage-Woche in allen 450 Kollektivverträgen zu verankern.

ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian pocht auf einen Rechtsanspruch auf die Vier-Tage-Woche. "Wir wollen das verbindlich haben", sagte der Gewerkschaftschef zur APA. In den Kollektivverträgen könne man das auf Sozialpartnerebene selber gestalten, "da brauchen wir keine Regierung dazu".

"An sich nichts Neues"

Angesichts der Beteuerung der Regierung, die neuen Arbeitszeitregelungen brächten mehr Flexibilität für die Arbeitnehmer, werde man jetzt diese Flexibilität einfordern. "Im Zuge der Debatte wurde gesagt, die Vier-Tage-Woche wird möglich - okay, wir wollen in allen Kollektivverträgen einen Rechtsanspruch darauf", so Katzian.

Eine Vier-Tage-Woche an sich sei zwar nichts Neues, denn in den großen Kollektivverträgen sei sie jetzt schon verankert. In der Vergangenheit sei aber das Problem gewesen, dass viele Unternehmen das nicht umgesetzt hätten - obwohl der KV es zugelassen hätte, betonte Katzian.

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"Heuer im Herbst ist Zahltag", so der ÖGB-Chef. Vor Beginn der Herbstlohnrunde werden bei einer österreichweiten Konferenz am 18. September Verhandler aller Kollektivverträge zusammenkommen. Am 20. September beginnen die Metaller-KV-Verhandlungen.

Die Vier-Tage-Woche sei bei den Verhandlungen eine von mehreren Optionen. Es gebe dazu noch viele Ideen, etwa die sechste Urlaubswoche und von den Arbeitnehmern selbstbestimmte Freizeitblöcke. (apa/red)

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