Handelskonflikte belasten Weltkonjunktur

Die OECD hat ihre Prognose für Österreich wieder angehoben und erwartet nun ein Plus von knapp drei Prozent, das von einer starken nationalen und internationalen Nachfrage getragen werde. Der Standort werde zudem "von einem robusten Beschäftigungsaufbau" und höheren Löhnen profitieren.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) senkt ihre Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum heuer wegen des schwachen ersten Quartals leicht von 3,9 auf 3,8 Prozent. Für 2019 sagt sie aber wieder eine minimale Beschleunigung auf 3,9 Prozent voraus.

Dafür sollen vor allem die Regierungen mit ihrer Ausgaben- und Steuerpolitik sorgen. "Drei Viertel aller OECD-Länder verfolgen derzeit einen expansiven fiskalpolitischen Kurs", sagte OECD-Chefvolkswirt Alvaro Santos Pereira. Auch die lockere Geldpolitik der Notenbanken schiebe die Konjunktur an.

"Trotz all dieser guten Nachrichten sind die weltweiten Aussichten von großen Risiken überschattet", warnte Pereira. "An vorderster Stelle geht es um die Gefahr einer Eskalation der Handelsspannungen." Seit Beginn der weltweiten Finanzkrise 2007 seien in den 20 führenden Industrie- und Schwellenländern mehr als 1.200 neue Handelsbeschränkungen eingeführt worden.

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"Da die Weltwirtschaft heute wesentlich stärker integriert und vernetzt ist als in der Vergangenheit, könnte eine weitere Eskalation der Handelsspannungen die wirtschaftliche Expansion deutlich bremsen und zu Störungen in den wichtigen globalen Wertschöpfungsketten führen", betonte der Ökonom. Auch steigende Ölpreise und ein rascherer Anstieg der Zinsen könnten den Aufschwung bremsen. (reuters/apa/red)

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