Digitalisierung

ÖBB setzen bei der Inspektion von Postbussen auf neuartige Datenbrillen

Bei ÖBB Postbus werden jedes Jahr etwa 260 neue Busse von Inspekteuren abgenommen. Bisher erfolgte das analog - mit Fotoapparat und Taschenlampe. Mit neuen Datenbrillen, genannt "Smart Glasses", passiert alles per Sprachbefehl - und die Hände bleiben frei.

Neu angeschaffte Postbusse müssen nach der Lieferung technisch begutachtet werden. Bei der sogenannten Bus-Abnahme setzen die ÖBB nun auf High-Tech-Brillen. Der Einsatz dieser "Smart Glasses" führe zu einer deutlichen Zeitersparnis und Effizienzsteigerung, hieß es bei einem Pressetermin in Vösendorf.

Jährlich werden bei Postbus zwischen 240 und 280 neue Busse angeschafft und von Inspekteuren abgenommen. Bisher erfolgte dies analog über vorgedruckte Listen und Protokolle in Papierform. Neben zahlreichen Formularen waren Geräte wie Taschenlampen und Fotoapparate dazu erforderlich. Nach der Abnahme dauerte es Stunden bis der Bericht erstellt und alle Mängel manuell erfasst waren. Der gesamte Vorgang gestaltete sich fehleranfällig, berichteten die ÖBB.

Mit den neuen Datenbrillen lassen sich nun alle Anwendungen per Sprachbefehl steuern. Für die Inspektion bleiben die Hände frei, hieß es. Mängel können durch automatische Spracherkennung aufgezeichnet, Bilder oder Videos während der Abnahme jederzeit aufgenommen werden. Die Audio-Aufnahmen werden mit "speech to text" direkt von gesprochener Sprache digital in Schrift für den Bericht umgewandelt. Nach Abschluss der technischen Begutachtung wird automatisch ein kompletter Abnahmebericht erstellt und exportiert.

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"Das ist erst der Anfang"

"Dank der Verwendung der 'Smart Glasses' können viele Arbeitsschritte eingespart werden, und gleichzeitig wird der gesamte Prozess weniger fehleranfällig. Das ist aber erst der Anfang, denn im Einsatz der Brille steckt enormes Potenzial", sagte Postbus-Technik-Leiter Ewald Koller. In Zukunft will man den Einsatz der Brille bei Postbus als auch im ÖBB-Konzern ausweiten. Die Entwicklung erfolgte in Zusammenarbeit mit den Digitalisierungs- und Softwareexperten von Nagarro, einem internationalen IT Unternehmen mit Erfahrung mit Assisted Reality Lösungen.

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