Bahnlogistik

ÖBB Rail Cargo: Neue intermodale Verbindung von Wien nach Polen

Die ÖBB Rail Cargo Group startet Mitte April mit einer neuen intermodalen TransFER Verbindung nach Polen. Geplant sind zwei Rundläufe pro Woche. Die neue Route biete eine Anbindung zu den wichtigen Wirtschaftszentren in Europa inklusive Südhäfen, GUS-Staaten und China, so der Bahnlogistiker.

Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) erweitert ihr Netzwerk und bringt mit der neuen TransFER Verbindung ab 14. April 2021 einen intermodalen Nonstop-Anschluss zwischen Wien und Lodz mit zwei Rundläufen pro Woche auf Schiene. Mit der neuen TransFER Verbindung ermöglicht die RCG nicht nur die effiziente Transportlösung zwischen Österreich und Polen, sondern auch die direkte Anbindung an den Terminal Wien Süd der ÖBB Infrastruktur, dem Hauptbahnhof der Güter im Osten Österreichs. Das neue Angebot Richtung Polen ermöglicht darüber hinaus Anbindungen im leistungsstarken Netzwerk der RCG an die wichtigsten Wirtschaftszentren in Europa wie Mailand oder Istanbul, zu den Südhäfen, GUS-Staaten und bis nach China.

Flächendeckendes intermodales Netzwerk

Mit rund 600 Zügen pro Woche auf 120 permanenten Verbindungen betreibt die RCG ein dichtes intermodales Netzwerk am eurasischen Kontinent. 3.500 Wagen, 53 eigene und Partnerterminals in Europa sowie Eigentraktionsleistungen in zwölf europäischen Ländern garantieren dabei den effizienten intermodalen Warenverkehr. Darüber hinaus konnten seit 2018 Kooperationen mit den Häfen im Norden und Süden Europas – allen voran Triest, Piräus und Rijeka – weiter ausgebaut, sowie das Angebot in den asiatischen Raum über die Seidenstraße wesentlich erweitert werden.

Das intermodale Leistungsspektrum der RCG gliedert sich dabei in die Segmente „Eurasia“ für Operationen auf den Breitspurstrecken bis nach China. Durch die Anbindung der Seidenstraße an das dichte und leistungsstarke Netzwerk wird nicht nur der schnelle Warentransport als Alternative zur Luftfracht, sondern auch die effiziente Weiterverteilung in Europa gewährleistet. Das europäische Pendant dazu ist die Sparte „Kontinental“, in der das europäische Netzwerk von und zu Europas Wirtschaftszentren laufend erweitert wird. Im Segment „Maritim“ werden Intermodalverkehre zwischen verschiedenen Containerterminals mit den Terminals von 13 Seehäfen gebündelt. Die „Rollende Landstraße“ zur einfachen Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf Schiene rundet das intermodale Angebot der ÖBB Rail Cargo Group ab und trägt damit erheblich zur Entlastung transitgeprägter Regionen bei.

White Paper zum Thema

Das Netzwerk

Mit der Verfügbarkeit in neun Sprachen und der intuitiven Bedienung des TransNET setzt die neue digitale Landkarte der ÖBB Rail Cargo Group neue Maßstäbe am europäischen Güterverkehrsmarkt. NutzerInnen haben dabei die Wahl über drei Möglichkeiten ihre Wunschverbindung zu finden: Entweder sie wählen mithilfe der Eingabefelder „Go“ und  „Thanks“ den Start- und Bestimmungsort ihrer Waren, finden ihre Verbindung in einer übersichtlichen Listenansicht oder klicken ganz einfach auf einen Standort in der Karte. Schon eröffnet sich eine Welt aus allen TransFER Verbindungen sowie Kombinationen, die sie angepasst an ihre Bedürfnisse verbinden können. Nach Auswahl der entsprechenden Route, wird diese in der Karte grafisch dargestellt und angezeigt, welche Leistungen an den ausgewählten Standorten zur Verfügung stehen.

Aktuell zur Rail Cargo Austria:
ÖBB Rail Cargo Group verstärkt intermodale Verbindung Linz-Duisburg >>   
Güterverkehr stärken: ÖBB Rail Cargo lotet mit Partnern Möglichkeiten aus >>

Die Verbindung

Mit über 50 Netzwerk und zahlreichen individuellen TransFER Verbindungen transportiert die ÖBB Rail Cargo Group Waren am gesamten eurasischen Kontinent. Die Transporteinheiten variieren dabei von ganzen Wagenladungen über intermodale Transporte bis hin zu individuellen Gesamtlösungen. Je nach Abfahrt- bzw. Zielort können speditionelle Zusatzleistungen wie Umschlag, Lagerlogistik oder Zollservice gebucht werden. Die RCG kümmert sich dabei um jedes Detail – von der ersten bis zur letzten Meile.

Der Zugang

Unter www.smartlink.railcargo.com stellt die ÖBB Rail Cargo Group den Link in die digitale RCG und damit zur ihrem gesamten Leistungsspektrum zur Verfügung. SmartLINK ermöglicht dabei nicht nur den einfachen Zugang zum System Schiene, sondern auch die klare Übersicht aller möglichen Bausteine, die es für den Güterverkehr auf Schiene benötigt. Als Einstieg in die digitale Welt der Bahnlogistik führt SmartLINK durch vier Bereiche: Kunden wählen fahrplanmäßige oder individuelle TransFER Verbindungen, sie informieren sich über das zur Verfügung stehende Equipment sowie über die für sie relevanten Services und Zusatzleistungen (Add-Ons). Die Customer-Journey endet schließlich bei der Kontaktaufnahme mit den KundenbetreuerInnen, die mit den Kunden gemeinsam ein individuelles Angebot erstellen.

Eckdaten zur Rail Cargo

Mit 9.340 MitarbeiterInnen, Niederlassungen in ganz Europa und einem Jahresumsatz von rund 2,3 Milliarden EUR zählt die Rail Cargo Group zu den führenden Bahnlogistikunternehmen Europas. Die Rail Cargo Group betreibt gemeinsam mit starken Partnern ein flächendeckendes Netz an End-to-end-Logistik in Europa und darüber hinaus bis Asien. Sie verbindet europäische Ballungszentren und Häfen mit prosperierenden Wirtschaftszentren Russlands, der Türkei bis nach China. Operative Leitgesellschaft der Rail Cargo Group ist die Rail Cargo Austria AG.

(red)