Bahnbau

ÖBB: Hochleistungs-Trasse fixiert

Westbahn-Hochleistungsstrecke in Salzburg: Teuerste, aber umweltverträglichste Variante erhält Zuschlag. Inbetriebnahme erst für 2032 vorgesehen.

Logistik Heinz Schaden Transportlogistik Top 1000 Manager

Für den Ausbau der Westbahn zur Hochleistungsstrecke haben die ÖBB nun die Trasse im Salzburger Flachgau fixiert. Von fünf näher geprüften Varianten (aus insgesamt zwölf) fiel die Entscheidung letztlich auf die anfangs teuerste. Weil diese aber für Anrainer und Umwelt die verträglichste ist, fielen die ersten Reaktionen aus den betroffenen Gemeinden äußerst positiv aus. Wermutstropfen: Die Fertigstellung ist aus heutiger Sicht erst für 2032 vorgesehen.

16 Kilometer unterirdisch

Neu errichtet wird ein 20 Kilometer langer Abschnitt von Salzburg bis Köstendorf. 16 Kilometer davon werden unterirdisch verlaufen, wobei die beiden Tunnel eine Tiefe von bis zu 120 Meter erreichen, weil wichtige Grundwasser-Gebiete unterfahren werden und außerdem die geologischen Verhältnisse günstiger seien, wie Franz Bauer, der Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur AG, am Donnerstag bei einem Pressegespräch erläuterte. Auf diesem Abschnitt sind dann Geschwindigkeiten bis 250 km/h möglich, was eine Zeitersparnis von rund fünf Minuten bringen wird.

Die Kosten aus heutiger Sicht bezifferte der Bahn-Manager mit 1,65 Milliarden Euro. Damit liege man bei der gleichen Summe wie im Jahr 2009, als die fünf Varianten vorgestellt wurden, obwohl seither noch eine Reihe von Optimierungen vorgenommen worden sei. Gleichzeitig seien nämlich durch einen günstigeren Tunnel-Vortrieb und einen geringeren Tunnel-Querschnitt Kostenreduktionen möglich geworden.

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