Tunnelbau

ÖBB-Großprojekt im Flachgau: Bisher keine Käfer gefunden

Die ÖBB haben bei einer eigenen Untersuchung im Vorfeld des geplanten Tunnelbaus im Flachgau "keine Hinweise auf eine Population des europaweit geschützten Grubenlaufkäfers gefunden. Dieser Befund könnte eine wichtige Rolle im UVP-Verfahren spielen.

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Die ÖBB haben auf die Entdeckung einer Population des EU-weit geschützten Grubenlaufkäfers am Standort eines geplanten Tunnelportals im Salzburger Flachgau reagiert. "Aus unserer Sicht haben wir ein umweltverträgliches Projekt eingereicht. Vorbereitend für die Umweltverträglichkeitsprüfung wurden im Auftrag der ÖBB umfangreiche Kartierungen der Tier- und Pflanzenwelt erstellt", teilte die ÖBB-Infrastruktur AG in einer Stellungnahme mit.

Dabei habe es zum Zeitpunkt der Erhebungen weder im Bereich des Ostportals, noch im Bereich der Baustelleneinrichtungsfläche oder der geplanten Deponie Hinweise auf den Grubenlaufkäfer gegeben. "Auch im Fachbereich Hydrologie liegen zu den im Projektumfeld befindlichen Trinkwasserquellen umfangreiche Erkundungsergebnisse vor", reagierte das Unternehmen auf Befürchtungen von Anrainern, dass durch den Bau die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung betroffen sein könnte.

"Das Projekt wird derzeit im Rahmen eines UVP-Verfahrens durch Sachverständige im Auftrag der zuständigen Behörde geprüft. Mögliche neue Erkenntnisse können im Rahmen der UVP bei der Behörde eingebracht werden. Die Sachverständigen haben diese dann zu beurteilen", hieß es in der Stellungnahme weiter.

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Die Forderung nach einem "sinnvolleren Gesamtkonzept" der Projektgegner, wies die ÖBB-Infrastruktur AG heute zurück. Man orientierte sich in der strategischen Ausrichtung am "Zielnetz 2025+", der Ausbaustrategie für die Entwicklung der Bahninfrastruktur. Vorrangige Anforderung sei dabei der viergleisige Ausbau der Weststrecke rund um die Ballungszentren. (apa/red)

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