ÖIAG-Reform

ÖBB-Gewerkschafter: Die ÖIAG "ist schon lange tot"

Die ÖIAG "ist schon lange tot und niemand kann sie wiederbeleben", fordert der oberste ÖBB-Gewerkschafter Roman Hebenstreit erneut eine sofortige Auflösung der ÖIAG.

ÖIAG

Die ÖIAG "ist schon lange tot und niemand kann sie wiederbeleben", fordert der oberste ÖBB-Gewerkschafter Roman Hebenstreit erneut eine sofortige Auflösung der ÖIAG. Hebenstreit, Vorsitzender der Sektion Verkehr in der Gewerkschaft vida, reagiert damit am Mittwoch auf einen Artikel im "Kurier", wonach die Regierung diskutiere, die ÖIAG in zwei Gesellschaften mit übergelagerter Holding zu spalten.

Die Verwaltung der Beteiligungen der Republik könnten die Sektionschefs in den zuständigen Ministerien bei weitem kostengünstiger und besser wahrnehmen, meint Hebenstreit und verweist auf das Verkehrsministerium als "Best-Practice-Beispiel". Hier nehme nur ein Sektionschef u.a. die Agenden von ÖBB, Asfinag, FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft), AIT (Forschungszentrum Seibersdorf) und aws (Austria Wirtschaftsservice) war.

Kritik am Plan der Regierung, die Aufsichtsratsbesetzung bei der ÖIAG gesetzlich neu zu regeln um politischen Einfluss zu gewinnen, übte heute FPÖ-Industriesprecher Reinhard Pisec. Er verwies auf die "Desaster der verstaatlichten Industrie in den 70er- und 80er-Jahren" und auf die "Erfolgsgeschichte der österreichischen voestalpine", die nur durch die Befreiung des Unternehmens vom Staatseinfluss möglich gewesen sei. (APA)

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