Bahnindustrie

ÖBB bekommen eine halbe Milliarde Euro für neue Garnituren

Die Europäische Investitionsbank stellt den ÖBB einen Kredit über 500 Millionen Euro zur Verfügung, um neue Zuggarnituren der Marke "Cityjet" für den Regionalverkehr zu kaufen. Dahinter verbirgt sich die Modellreihe "Desiro" von Siemens.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt der ÖBB-Personenverkehr (ÖBB-PV) ein Darlehen über 500 Mio. Euro zur Anschaffung von neuen "Cityjet"-Zuggarnituren zur Verfügung. Wie die Bank vor wenigen Tagen mitteilte, wurde eine erste Tranche über 100 Mio. Euro bereits mit den ÖBB unterzeichnet.

Der Kredit der EU-Bank wird über eine Garantie aus dem "Europäischen Fonds für Strategische Investitionen" (EFSI) abgesichert. "Unsere Finanzierung mit der ÖBB-PV ist die größte Einzeltransaktion unter EFSI in Europa bisher", erklärte der Vizepräsident der EIB, Andrew McDowell.

ÖBB planen das Geld für neue "Cityjet" ein

Mit dem Darlehen wollen die ÖBB neue "Cityjet"-Zuggarnituren anschaffen, die im Nah- und Regionalverkehr eingesetzt werden.

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Hinter der konzerneigenen Bezeichnung "Cityjet" verbirgt sich die Modellreihe "Desiro ML" von Siemens. Diese Züge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und beschleunigungsstarken Antrieben produziert Siemens für die Bundesbahnen in zwei Varianten: als S-Bahn für Ballungsräume wie etwa in Wien sowie als Regionalbahn.

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Stellungnahmen der Beteiligten zur Kreditvergabe

Andrew McDowell von der EIB meinte dazu, für die Bank zähle die Unterstützung nachhaltiger Verkehrslösungen zu den vorrangigen Finanzierungszielen.

Evelyn Palla, Vorstandsmitglied ÖBB-Personenverkehr, meinte dazu, die Investition stehe für modernes Bahnfahren in Österreich und sei ein Versprechen an die Kunden.

Violeta Bulc, EU-Verkehrskommissarin, meinte dazu, das Projekt fördere Investitionen und unterstütze die Schaffung von Arbeitsplätzen in Europa. Es ermögliche zudem den Übergang zu emissionsärmerer Mobilität.

(red/apa)

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