Autoindustrie

ÖAMTC: Die echten Zahlen zum Verbrauch kommen beim Autofahrer nicht an

Der heimische Autofahrerklub ÖAMTC drängt auf realistischere Angaben zum Spritverbrauch bei Autos. Autohändler sollen in Zukunft die Daten aus dem neuen WLTP-Testverfahren ausweisen, fordert der Klub.

Der Autofahrerklub ÖAMTC fordert vom Umweltministerium, den Kfz-Händlern vorzuschreiben, die realistischeren Verbrauchsangaben aus dem neuen WLTP-Testverfahren auszuweisen. "Den Konsumenten interessiert nur der Verbrauch, der am ehesten der Realität entspricht", betonte die Interessensvertretung.

Das Ressort von Elisabeth Köstinger (ÖVP) wolle Kfz-Händler per Verordnung lediglich verpflichten, die aus dem neuen Testzyklus errechneten alten NEFZ-Werte in Prospekten und Schauräumen anzugeben, kritisiert der ÖAMTC. Bisher war für die Typengenehmigung von Neuzulassungen der alte, sogenannte "Neue Europäische Fahrzyklus (NEFZ)" maßgeblich, der Verbräuche ergab, die als realitätsfern gelten.

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Mit 1. September 2018 wurde der NEFZ durch das WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure) abgelöst. Ziel waren realitätsnähere Angaben über den Spritverbrauch. "Die Transparenz, die dadurch geschaffen werden soll, kommt allerdings nicht bei österreichischen Autokäufern an", sagte Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung.

Der Autofahrerklub schlägt vor, in einer Übergangszeit beide Werte anzugeben. Bis Ende 2019 gelten beim Finanzministerium nämlich noch die NEFZ-Emissionswerte als Grundlage für Normverbrauchsabgabe (NoVA) und Sachbezug für die Privatnutzung von Dienstfahrzeugen. (apa/red)

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