Kunststoffe

Oberösterreichische KK Composites will nach der Pleite weitermachen

KK Composites aus Oberösterreich hat Insolvenz angemeldet. Die Firma mit 46 Mitarbeitern ist spezialisiert auf Komponenten aus Faserverbundwerkstoffen. Jetzt plant der Kunststoffverarbeiter eine Sanierung, um dann weiterzumachen.

Der oberösterreichische Kunststoffverarbeiter KK Composites GmbH in Micheldorf im Bezirk Kirchdorf an der Krems ist insolvent. 46 Mitarbeiter sind davon betroffen. Das Unternehmen hat ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Steyr beantragt, teilten die Gläubigerschutzverbände Creditreform und KSV1870 mit.

Die Firma ist spezialisiert auf die Entwicklung und Fertigung von Baugruppen und Komponenten aus Faserverbundwerkstoffen. Sie wurde 2014 gegründet und hat die Tätigkeit einer früheren Gesellschaft übernommen. Seither wurde in Richtung hochwertigerer und komplexerer Produkte, in einen neuen Standort, neue Maschinen und zusätzliches Know-how investiert. In die finanzielle Schieflage sei sie laut eigenen Angaben im Insolvenzantrag unter anderem durch einen weiter verstärkten Lohndruck in Richtung Süd-Ost-Europa sowie das unverschuldete Wegbrechen der Produktion für einen Großkunden geraten. Wegen der hohen anstehenden Personalzahlungen per Ende November und Dezember sei es zu einer Liquiditätsenge gekommen, die kurzfristig nicht behoben werden könne. Passiva von rund 2,9 Mio. Euro stehen Aktiva von circa 2 Mio. Euro gegenüber.

Das Unternehmen strebt eine Fortführung des Betriebes unter Beibehaltung einzelner Teilbereiche an. Es ist mit einer Serienproduktion Alleinlieferant für einen großen Landmaschinenhersteller. Ein Lieferabriss hätte gravierende Auswirkungen auf dessen Fertigung. Auch für die Abarbeitung bestehender Projektaufträge, für die nur mehr ein beschränkter Materialeinsatz notwendig ist, wird plädiert. Den Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent in Ratenzahlungen binnen zwei Jahren geboten. (apa/red)

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