Autozulieferer

Oberösterreichische Firma Fahrzeug Prototypenfertiger insolvent

Wegen Auftragsschwankungen hat der Hersteller Fahrzeug Maschinenbau Prototypen aus dem Bezirk Steyr Insolvenz angemeldet. Damit verlieren zehn Menschen die Arbeit. Geplant ist eine Fortführung des Unternehmens.

Die oö. Fahrzeug- u. Maschinenbau-Prototypen-GesmbH mit Sitz in Dietach (Bezirk Steyr-Land) ist insolvent. Ursache dürften Auftragsschwankungen sein.

Beim Landesgericht Steyr wurde ein Antrag auf ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung gestellt. Betroffen sind 10 Dienstnehmer und 110 Gläubiger, berichteten die Gläubigerschutzverbände KSV und Creditreform.

Großteil der Aufträge von einem Auftraggeber

Die Firma plant und fertigt Prototypen bzw. Vorserien und liefert Teile für die Fahrzeug- und Landmaschinenindustrie. Zu 80 Prozent ist sie für einen einzigen ausländischen Auftraggeber tätig.

Als Insolvenzgrund wird u.a. angegeben, dass der Umsatz seit 2014 durch die Russland- und Ukraine-Krise von 16 auf 12,8 Mio. Euro zurückgegangen sei. Auch Personal wurde abgebaut.

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Als das Geschäft heuer wieder ansprang, sei es zu Lieferengpässen gekommen. Daher habe man Aufträge an Sublieferanten vergeben müssen, was zu Mehrkosten und schließlich zur Zahlungsunfähigkeit geführt habe.

Die unbesicherten Passiva belaufen sich auf 9,7 Mio. Euro, die Angaben zu den Aktiva schwanken: Creditreform berichtet von 1,08 Mio. Euro, der KSV von 4,1 Mio. Euro zu Liquidationswerten bzw. 8,8 Mio. Euro zu Buchwerten.

Bereits die zweite Pleite - Fortführung geplant

Für das 1993 gegründete Unternehmen ist es bereits die zweite Insolvenz. 1996 war ein gerichtlicher Ausgleich beantragt und mit einer Quote von 40 Prozent erfüllt worden. Diesmal wird den Gläubigern das gesetzliche Mindestmaß von 20 Prozent angeboten. Eine Fortführung des Unternehmens ist beabsichtigt.  (apa/red)