Ex-Grünen-Chefin

Novomatic: Eva Glawischnig wird "Verantwortungsmanagerin" beim Glücksspielkonzern

"Unerwünschte gesellschaftliche Erscheinungen wie Spielsucht" könne man nicht "Wegverbieten" sagt Glawischnig in ihrer Antrittspressekonferenz für Novomatic. Sie wird im Unternehmen als Corporate Social Responsibility (CSR) Managerin tätig sein.

Neo-Novomatic-Vorstand Eva Glawischnig mit Novomatic-Boss Harald Neumann: "Meinen kritischen Geist kann und werde ich nicht aufgeben."

Novomatic-Chef Harald Neumann kann sich über prominenten Neuzugang im Management freuen: Mit 1. März hat die frühere Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig die Verantwortung für die Bereiche "Corporate Responsibilty und Sustainability" übernommen.Angesprochen auf die kritische Haltung der Grünen gegenüber Glücksspiel in der Vergangenheit meinte Glawischnig in ihrer Antrittspressekonferenz: "Unerwünschte gesellschaftliche Erscheinungen wie Spielsucht" könne man nicht "Wegverbieten". Sie sieht sich als "Verantwortungsmanagerin"  und verspricht: "Meinen kritischen Geist kann und werde ich nicht aufgeben." An Novomatic fasziniere sie vor allem die Internationalität, so die Ex-Politikerin. In einem Interview mit der Tageszeitung Der Standard präzisierte sie: "Die Industrie hat mich schon immer interessiert, ich wollte schon immer bei den ganz Großen dabei sein. Ich kann gleich sagen, am Gehalt lag es nicht, denn in der Politik habe ich mehr verdient."

Das Unternehmen Novomatic will sich künftig verstärkt auf dem US-amerikanischen Markt engagieren - mit einem stark expandierenden Casino-Konzern als Referenzkunden. Die Shopping-Tour des Konzerns, der den großteil seiner Glücksspielautomaten weltweit im niederösterreichischen Gumpoldskirchen produzieren lässt, ist dagegen vorerst beendet, wie INDUSTRIEMAGAZIN zuletzt berichtete: statt weiterer Zukäufe will man die hunderten Beteiligungen der Gruppe effektiver strukturieren.

Novomatic ist ein global agierender Konzern mit Stammsitz in Gumpoldskirchen. Der Konzern betreibt Spielbanken, elektronische Casinos und Sportwettlokale und entwickelt und produziert Spielgeräte - zum großen Teil im Stammwerk in Gumpoldskirchen. Die Unternehmensgruppe beschäftigte im ersten Halbjahr 2017 mehr als 25.000 Mitarbeiter weltweit, davon rund 3.300 in Österreich und ist in 70 Staaten weltweit tätig. Der Umsatz im Jahr  2016 betrug 2,29 Milliarden Euro.

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