Pharmaindustrie

Novartis plant Milliardenrückkauf nach Abspaltung von Alcon

Der Schweizer Pharmariese Novartis will seine Sparte für Augenheilkunde abspalten und anschließenr einen Rückkauf eigener Aktien starten. Das geplante Volumen beläuft sich auf rund fünf Milliarden Dollar.

Jörg Reinhardt Pharmaindustrie Novartis Aufspaltung Aktienhandel

Novartis hat eine Lösung für die Augenheilsparte Alcon gefunden: Der Schweizer Pharmakonzern will die Tochter in der ersten Jahreshälfte 2019 abspalten. Das Unternehmen soll seinen Sitz in der Schweiz haben und dort sowie in New York an der Börse notiert werden, wie Novartis mitteilte.

"Bei unserer strategischen Überprüfung haben wir alle Optionen für Alcon untersucht, vom Verbleib, Verkauf, Börsengang bis zu einem Spin-off. Die Überprüfung ergab, dass eine Ausgliederung im besten Interesse der Aktionäre von Novartis wäre", sagte Verwaltungsratschef Jörg Reinhardt. Zudem kauft Konzern bis Ende 2019 Aktien für bis zu 5 Mrd. Dollar (4,3 Mrd. Euro) zurück.

Novartis hatte das zuletzt in den roten Zahlen steckende Augenheilgeschäft zur Disposition gestellt und eine Entscheidung frühestens für Anfang 2019 in Aussicht gestellt. Eine Abspaltung der Firma mit einem Jahresumsatz von sieben Milliarden Dollar und über 20.000 Mitarbeitern galt als bevorzugte Variante des Managements.

Der derzeitige Alcon-Chef Mike Ball soll Verwaltungsratspräsident der Firma werden und die Ausgliederung leiten. Aus der Geschäftsleitung von Novartis werde er im Zuge dessen austreten. Neuer Chef von Alcon werde David Endicott. Er ist derzeit für das operative Geschäft von Alcon verantwortlich.

Um die Abspaltung auf Schiene zu bringen, ist die Zustimmung der Aktionäre auf einer Generalversammlung im Februar 2019 erforderlich. Eine Dividendenpolitik für Alcon sei noch nicht festgelegt worden. Novartis wolle seine Dividende weiter steigern, erklärte der Konzern. (reuters/apa/red)

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