Coronahilfen

Notstandshilfe-Aufstockung und Ausfallbonus verlängert

Die Bundesregierung hat nach dem Ministerrat die Verlängerung der Aufstockung der Notstandshilfe auf das Niveau des Arbeitslosengeldes bis Ende Juni angekündigt. Die Lage am Arbeitsmarkt bleibe angespannt, so Arbeitsminister Kocher (ÖVP). Unterstützung für Unternehmen und Mitarbeiter sei wichtig, so Wirtschaftsministerin Schramböck (ÖVP).

Coronahilfen Standort Österreich Margarete Schramböck Martin Kocher

Die Bundesregierung hat nach dem Ministerrat die Verlängerung der Aufstockung der Notstandshilfe auf das Niveau des Arbeitslosengeldes bis Ende Juni angekündigt. Verlängert werden soll auch der erhöhte Ausfallsbonus - und zwar für den April. Die Lage am Arbeitsmarkt sei weiter angespannt, sagte Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP), auch mit Blick auf die Verlängerung des Lockdowns im Osten.

Kocher verwies darauf, dass zuletzt rund 220.000 Personen die Notstandshilfe bezogen haben. Die Verlängerung der Aufstockung auf das Niveau des Arbeitslosengeldes soll am Freitag im Plenum des Nationalrates eingebracht werden, so der Minister.

Die aus dem März bekannte Erhöhung des Ausfallsbonus wird auch im April gelten, kündigte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) an. Anspruch auf den Ausfallsbonus haben jene Unternehmen, die gegenüber dem Vergleichsmonat aus der Zeit vor der Coronakrise mindestens 40 Prozent Umsatzverlust erlitten haben. Besonders wichtig sei dies für die Tourismus- und Eventbranchen, "die überhaupt keine Einnahmen hatten", sagte Schramböck.

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Zuschuss in Höhe von 30 Prozent des Umsatzverlustes im Vergleichsmonat vor Corona

Damit erhalten betroffene Betriebe weiterhin einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent des Umsatzverlustes des entsprechenden Monats aus dem Vor-Krisenjahr 2019/2020. Für den April verlängert wird der aus dem März bekannte Vorschuss in Höhe von 15 Prozent des Umsatzverlustes. Für den April stehen für die Verlängerung des Ausfallsbonus 230 Mio. Euro zur Verfügung.

Im Bereich der Lehrlinge kündigte Schramböck für die Jahre 2021 und 2022 einen sogenannten "Digi Scheck" zur Aus- und Weiterbildung an. Gefördert werden bis zu drei Bildungsmaßnahmen pro Kalenderjahr in der Höhe von jeweils maximal 500 Euro.

Das Förderprogramm wird von den Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern abgewickelt. Im Fokus der Fördermaßnahme stehen das Nachholen versäumter berufsbildspezifischer Ausbildungsinhalte sowie die Vermittlung bzw. Festigung lehrberufsübergreifender beruflicher Kompetenz. Der Fokus soll auf den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft oder Entrepreneurship liegen, hieß es in einer Aussendung. Für zwei Jahre stehen dafür 7,3 Mio. Euro zur Verfügung, so Schramböck.

ÖVP-Klubobmann August Wöginger sagte, es sie notwendig, "hier noch einmal Verlängerungsschritte zu setzen, die wirklich rasch und effizient ankommen. Wer rasch hilft, der hilft doppelt". (apa/red)