Notfallzulassung der WHO für Astrazeneca

Die Weltgesundheitsorganisation hat dem Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca die Notfallzulassung des Impfstoffs gegen das Coronavirus erteilt. Zuvor haben auch die Hersteller Biontech und Pfizer eine solche Notfallzulassung bekommen.

Nach dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt auch den Impfstoff von Astrazeneca für den Einsatz. Die WHO erteilte eine Notfallzulassung, wie sie in Genf berichtete. Sie folgte damit der Empfehlung ihres unabhängigen Impfrats (SAGE). Neben der Wirksamkeit und Sicherheit prüft die WHO für eine solche Zulassung auch die Qualität der Fabriken, in denen das Serum hergestellt wird.

Die WHO-Notfallzulassung (EUL - Emergency Use Listing) ist die Voraussetzung, damit UN-Organisationen den Impfstoff einkaufen und verteilen können. Ebenso können Länder, die keine eigenen Kapazitäten für wissenschaftlichen Prüfungen haben, aufgrund der Vorarbeit der WHO eine Zulassung in ihrem Land erteilen.

Organisationen der UNO können das Mittel einkaufen

Für Länder wie Großbritannien, die USA oder die Mitglieder der EU und viele weitere spielt die WHO-Notfallzulassung keine Rolle. Sie machen selbst Risikoanalysen und entscheiden über eine Zulassung. Viele Länder haben bereits mehrere Corona-Impfstoffe zugelassen, darunter auch die von Biontech und Astrazeneca. (dpa/apa/red)