Edelmetalle

Notenbanken wollen Goldverkäufe nicht mehr koordinieren

Die EZB und 21 weitere Notenbanken verabschieden sich nach 20 Jahren von ihrer Koordination geplanter Goldverkäufe. Zu den beteiligten Notenbanken haben etwa die Deutsche Bundesbank und die Oesterreichische Nationalbank gehört.

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Die EZB und 21 weitere Notenbanken verabschieden sich nach 20 Jahren von ihrer Koordination geplanter Goldverkäufe. Das im September ablaufende Abkommen werde nicht verlängert, kündigte die EZB in Frankfurt an. Die Märkte hätten sich weiterentwickelt, eine solche Vereinbarung sei nicht mehr nötig.

Keine der am Abkommen beteiligten Notenbanken habe gegenwärtig vor, in signifikantem Umfang das Edelmetall zu verkaufen. Sie hätten seit fast einem Jahrzehnt keine großen Bestände mehr veräußert.

Die Vereinbarung wurde 1999 aus der Taufe gehoben. Damals trug sie laut EZB zu besseren Bedingungen auf dem Goldmarkt bei und sorgte für Transparenz. Das Abkommen wurde 2004, 2009 und 2014 jeweils erneuert. Zu den beteiligten Notenbanken gehörten zuletzt unter anderem die Bundesbank, die schwedische Riksbank, die Notenbanken der Schweiz, der Niederlande und die Österreichische Nationalbank. (reuters/apa/red)

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