Milliardendeal

Nordseefelder der OMV: Gazprom fordert mehr

Die OMV hat bei den Verhandlungen zum milliardenschweren Tausch von Vermögenswerten mit dem russischen Staatskonzern Gazprom noch einen weiten Weg vor sich. Jetzt fordern die Russen mehr als 25 Prozent der Anteile in der Nordsee - doch da hat Norwegen etwas dagegen.

Bei dem geplanten Tauschgeschäft zwischen Gazprom und der OMV möchte der russische Gasriese einen höheren Anteil. Der Konzern wolle mehr als 25 Prozent an den Nordsee-Gesellschaften von OMV, sagte der Gazprom-Vizechef Alexander Medwedew der Nachrichtenagentur Reuters. Norwegen blockiere dies jedoch. Die Fragen sollten bei einem Treffen mit dem zuständigen Ministerium geklärt werden.

Der OMV macht wie der gesamten Branche der niedrige Ölpreis zu schaffen. Weil die Kosten im russischen Markt niedriger sind als etwa in der Nordsee, hofft OMV-Konzernchef Rainer Seele auf einen Ausweg über einen Einstieg bei Förderfeldern des russischen Monopolisten. Gelingen soll das über ein Tauschgeschäft mit Gazprom.

Norwegen will Gazprom vor den eigenen Küsten nicht haben

Die OMV will sich mit knapp 25 Prozent an einem Teil des sibirischen Öl- und Gasfelds Urengoy beteiligen und bietet Gazprom im Gegenzug einen Minderheitsanteil an seinen Nordsee-Gesellschaften an. Das geplante russische Engagement vor den Küsten des NATO-Mitglieds Norwegen gilt aber auch als politisch heikel. (APA/Reuters/red)

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