Windkraftindustrie

Nordex wieder im Aufwind

Steigende Auftragseingänge sorgen für Aufwind beim Windturbinenbauer Nordex, der nun auf eine Umsatzrendite von vier bis fünf Prozent hofft. In Deutschland macht Nordex das neue Auktionssystem Probleme.

Nach einem Gewinneinbruch im ersten Quartal stimmen gestiegene Bestellungen den Windturbinenbauer Nordex für den weiteren Verlauf zuversichtlich. "Für das Jahr 2018 erwarten wir unterschiedlich starke Quartale. In der zweiten Jahreshälfte werden Installationen und Umsätze höher als in den ersten beiden Quartalen ausfallen", kündigte Firmenchef Jose Luis Blanco an.

Er bekräftigte daher seine Jahresziele, die einen Rückgang der Erlöse auf 2,4 bis 2,6 (Vorjahr: 3,08) Mrd. Euro vorsehen und eine operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von vier bis fünf (7,9) Prozent.

Vor allem wegen der schwachen Auftragslage in Deutschland schnitt Nordex im Auftaktquartal schlechter ab als von Experten erwartet. Bei einem Rückgang der Erlöse auf 487,9 (Vorjahr: 648,4) Mio. Euro brach der operative Gewinn (Ebitda) im ersten Quartal auf 20,0 (51,2) Mio. Euro ein. Analysten hatten mit einem Umsatz von 533 Mio. Euro gerechnet und einem Ebitda von 26,3 Millionen. Der Auftragseingang schnellte auf 819 (Vorjahr: 333,3) Mio. Euro.

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Neues Auktionssystem in Deutschland

Das in Deutschland eingeführte Auktionssystem sorgt bei Nordex für schrumpfende Auftragseingänge. Zudem werden hier seit vergangenem Jahr Windpark-Projekte ausgeschrieben, wer die geringste Vergütung verlangt, erhält den Zuschlag. Deutschland ist mit knapp 30 Prozent vom Umsatz für Nordex einer der wichtigsten Märkte. (reuters/apa/red)

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