Windkraftindustrie

Nordex: Sehr viel weniger Gewinn - sehr viel mehr Aufträge

Prall gefüllte Orderbücher stimmen den Vorstand des deutschen Windturbinenbauers Nordex zuversichtlich, 2019 trotz eines Gewinneinbruchs im Halbjahr die Jahresziele zu erreichen. "Wir haben uns auf das deutlich höhere Aktivitätsniveau in der zweiten Jahreshälfte gründlich vorbereitet und bestätigen unsere Prognose für 2019", erklärte Konzernchef Jose Luis Blanco.

An der Börse sorgte das für einen Kurssprung von 13 Prozent auf 11,07 Euro. "Gute Zahlen, die die Aktien nach den jüngsten Rücksetzern auf Erholungskurs schicken. Vor allem die solide Auftragslage überrascht positiv", kommentierte ein Händler.

Bei Erlösen von 991 (Vorjahr: 957) Mio. Euro sank das operative Ergebnis (EBITDA) im ersten Halbjahr auf 17,1 (Vorjahr: 38,4) Mio. Euro. Die EBITDA-Marge lag damit bei 1,7 Prozent. Der Projekt-Auftragsbestand schnellte unterdessen auf 5,3 (3,2) Mrd. Euro. Von den insgesamt 242 installierten Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 778,1 (934,4) Megawatt entfielen 34,5 Prozent auf Europa und 65,5 Prozent auf die außereuropäischen Märkte.

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Im Gesamtjahr peilt der Vorstand unverändert einen Umsatz von 3,2 bis 3,5 Mrd. Euro und eine EBITDA-Marge von 3,0 bis 5,0 Prozent an. (reuters/apa/red)

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