Erdgas

Nord Stream 2: USA drohen Firmen erstmals mit Sanktionen

Im Streit um Nord Stream 2 drohen die USA deutschen Firmen jetzt erstmals offen mit Sanktionen. Ihre Begründung: Die Festnahme ukrainischer Soldaten durch die russische Küstenwache an der Zufahrt zum Asowschen Meer sei ein "wirklicher Bruch" bisheriger Gepflogenheiten.

Im Streit um die Ostseepipeline Nord Stream 2 drohen die USA deutschen Unternehmen offen mit Sanktionen. "Unternehmen, die an Nord-Stream-Projekten mitarbeiten, laufen Gefahr, mit Sanktionen belegt zu werden", sagte der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, in Berlin.

Er betonte, dass die Festnahme ukrainischer Soldaten durch die russische Küstenwache an der Zufahrt zum Asowschen Meer ein "wirklicher Bruch" sei. "Ich denke, das sollte die deutsche Regierung daran erinnern, dass die wachsende russische Aggression eine Dynamik hat, die nicht mit dem Kauf zusätzlichen Gases belohnt werden sollte."

Deutscher Minister zu
Nord Stream 2: "Russland hat sich in eine schwierige Lage gebracht" >>

White Paper zum Thema

Nord Stream 2 soll Gas direkt von Russland über die Ostsee nach Deutschland transportieren und wird von Privatunternehmen getragen, ist aber politisch unterstützt. Mehrere deutsche Unternehmen sind an der Pipeline beteiligt; der Bau hat längst begonnen. Österreich steht dem Projekt positiv gegenüber. Auch der österreichische Öl-und Gaskonzern OMV hat sich an der Finanzierung beteiligt. Die USA und die Ukraine, aber auch einige östliche EU-Staaten wie Polen, wollen es stoppen. (dpa/apa/red)

Aktuell zum Projekt:

Gazprom erhöht Milliardengewinne kräftig - dank Europa >>

"Wichtiges Projekt für Österreich": Nord Stream 2 soll nächstes Jahr fertig sein >>