Erdgas

Nord Stream 2: Deutscher Vizekanzler bietet den USA zwei LNG-Terminals

Der deutsche Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz will der Kritik der USA an der russischen Gasröhre Nord Stream 2 mit einer milliardenschweren Investition den Wind aus den Segeln nehmen.

Die deutsche Regierung hat einem Medienbericht zufolge mit einem milliardenschweren Angebot versucht, den US-Widerstand gegen die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 zu brechen. Insbesondere hätten dabei zwei Terminals für Flüssiggas gebaut werden sol, schreibt "Die Zeit".

Anfang August habe Finanzminister Olaf Scholz (SPD) seinem US-Amtskollegen Steven Mnuchin zunächst mündlich und später auch schriftlich vorgeschlagen, dass Deutschland bereit sei, den Bau von zwei Spezialhäfen zum Import von Flüssiggas zu finanzieren. Über die Terminals in den Häfen Brunsbüttel und Wilhelmshaven wollen US-Firmen amerikanisches Gas nach Deutschland exportieren.

Ein Sprecher des Finanzministeriums wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen. "Ich habe keine Neuigkeiten mitzuteilen."

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In dem schriftlichen Vorschlag, der laut "Zeit" am 7. August nach Washington ging, verspricht die Bundesregierung, bis zu eine Milliarde Euro für die Terminal-Bauten. Die USA drohen mit Sanktionen gegen an Nord Stream 2 beteiligte Unternehmen. Mit dem Projekt, an dessen Finanzierung auch die österreichische OMV beteiligt ist, soll zusätzliches russisches Gas nach Deutschland gelangen. (reuters/apa/red)