Maschinenbau

Norbert Zimmermann: Regierung soll nicht immer glauben dass sie recht hat

Der Hauptaktionär des Industriekonzerns Berndorf findet im Hinblick auf den von der Regierung verordneten Stillstand der Wirtschaft klare Worte. Das Zurückfahren der Wirtschaft in Coronakrise "war nicht gut", der Schaden werde enorm und schwer zu beheben sein.

Norbert Zimmermann, Hauptaktionär des Industriekonzerns Berndorf AG, hat das drastische Zurückfahren der Wirtschaft zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie von Anfang an kritisch gesehen - und er bleibt auch jetzt dabei: "Mit dem heutigen Wissen sage ich, es war nicht gut", so Zimmermann gegenüber dem Radiosender Ö1.

Der Schaden sei noch nicht abschätzbar, "aber er ist enorm", so Zimmermann. "Es wird eine Riesenherausforderung sein, aus dieser Ecke herauszukommen", und es werde viel länger dauern als nach der Finanzkrise.

Der Regierung rät Zimmermann "zuzuhören, sich viele Meinungen anzuhören und nicht zu glauben, dass man recht hat". Bisher sei die Kommunikation eine Einbahnstraße, "die Regierung weiß, was richtig ist, und erzählt den Bürgern, was zu geschehen hat".

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Die Wirtschaft müsse nun rasch wieder hochgefahren werden, "oder man geht das Risiko ein, ein Jahr zu warten, bis die Medizin so weit ist". Nach Meinung von Experten werde es einen Corona-Impfstoff nämlich frühestens in einem Jahr geben. (apa/red)

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