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Nissan: Milliardenkosten für Schließung in Barcelona

Der japanische Autobauer will sein Werk in Barcelona mit 3.000 Mitarbeitern zusperren. Der Rückzug aus der Stadt kommt Nissan sehr viel teurer als zunächst gedacht - von eineinhalb Milliarden Euro ist die Rede.

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Der Rückzug aus Barcelona kommt den japanischen Autobauer Nissan offenbar teuer zu stehen. Wie aus Gewerkschaftskreisen verlautet, kostet die Schließung der Anlagen in der spanischen Stadt bis zu 1,5 Milliarden Euro. Insidern zufolge war Nissan zunächst nur von 700 bis 800 Millionen Euro ausgegangen. Ein Nissan-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Nissan will mit einer radikalen Schrumpfkur sein Überleben sichern. Der bereits vor der Coronakrise angeschlagene Autokonzern will die weltweiten Produktionskapazitäten binnen vier Jahren um rund 20 Prozent verringern. Ebenso stark wird die Modellpalette zusammengestrichen. Mehrere Werke sollen geschlossen werden, darunter das in Barcelona mit rund 3.000 Mitarbeitern. (reuters/apa/red)