Standort Japan

Nissan hat offenbar seit 20 Jahren Probleme bei der Endkontrolle

Nissan hat Medienberichten zufolge Probleme mit Sicherheitschecks bei der Endabnahme von Neuwagen - und das schon seit mindestens 20 Jahren. Der Autobauer kommentiert die Berichte nicht.

Automobilindustrie Nissan Kobe Steel Japan Hiroto Saikawa

Der Skandal um unzulängliche Sicherheitschecks bei der Endabnahme von Neuwagen bei Nissan reicht einem Bericht zufolge mindestens 20 Jahre zurück. Ein Nissan-Sprecher lehnte es ab, einen entsprechenden Bericht des japanischen Senders NHK zu dementieren oder zu bestätigen.

Nissan kooperiert eng mit dem französischen Autobauer Renault sowie mit Mitsubishi.

Mehr dazu: Razzia bei Nissan in Japan >> 

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Vergangene Woche hatte der zweitgrößte japanische Autobauer angekündigt, die Produktion für den inländischen Markt vorübergehend zu stoppen, weil bei Untersuchungen erneut Mängel bei der Endkontrolle festgestellt worden seien.

Schaden für den Industriestandort Japan

Nissan-Chef Hiroto Saikawa sagte, es werde mindestens zwei Wochen dauern, um den Problemen auf den Grund zu gehen und die Abläufe zu verbessern. Nissan hatte unlängst bereits den Rückruf von mehr als 1,2 Millionen Autos angekündigt, weil diese in den vergangenen drei Jahren von nicht autorisierten Inspektoren abgenommen wurden.

Der Fall schadet nicht nur dem Ruf des Autobauers erheblich. Er wirft nach Meinung von Experten auch die Frage auf, inwieweit in Japan Qualitätsregeln eingehalten werden. Der drittgrößte Stahlproduzent Japans, Kobe Steel, hatte zugegeben, über Jahre falsche Angaben zu Festigkeit und Haltbarkeit von Aluminium-, Kupfer- und Stahlprodukten gemacht zu haben. (reuters/apa/red)

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