Niederlande beenden Fracking wegen zahlreicher Erdbeben

Die Niederlande stoppen die Gasförderung in der Region Groningen viel früher als geplant, weil sich kleinere Erdbeben in der Region häufen. Grund ist die umstrittene und extrem umweltschädliche Fördermethode mittels Fracking.

Die Niederlande wollen deutlich früher die Förderung von Erdgas in Groningen beenden. Mitte 2022 solle kein Gas mehr gewonnen werden, teilte Wirtschaftsminister Eric Wiebes in Den Haag mit. Ursprünglich war dies für 2030 geplant. Wegen zahlreicher, vor allem kleinerer Erdbeben im Nordosten des Landes hatten die Niederlande schon zuvor ein Ende der Erdgasförderung angekündigt.

Erdgasförderung gilt als Ursache von Erdbeben in der Region

Die Erdgasförderung gilt als Ursache der Beben in der Region. Wenn das Erdgas über Bohrungen aus dem Sandstein gezogen wird, kann das Experten zufolge Spannungen und Brüche verursachen und in der Folge dann Erdbeben.

Bereits im kommenden Jahr soll die Fördermenge auf unter 12 Milliarden Kubikmeter gedrosselt werden, das sind rund vier Milliarden weniger als bisher geplant. Bei dieser Menge gilt das Risiko von Erdbeben als gering. Nach Angaben des Wirtschaftsministers wird der Staat im kommenden Jahr rund 400 Mio. Euro weniger einnehmen.

White Paper zum Thema

Erdgasfeld nahe der deutschen Grenze

Das Erdgasfeld nahe der deutschen Grenze war 1959 entdeckt worden und gilt als eines der größten Vorkommen der Welt. In den vergangenen Jahren hatten Erdbeben Tausende von Häusern zum Teil schwer beschädigt. Unter dem Druck der Bevölkerung hatte die Regierung daher zugesagt, die Förderung zu beenden.