Stahlindustrie

Nichtrostender Stahl: Massive Verschiebungen am Weltmarkt

Indien hat bei der Produktion von nichtrostendem Stahl Japan überholt und rückt damit weltweit auf den zweiten Platz vor. Der Anteil europäischer Stahlhersteller am Weltmarkt sinkt weiter. Hier die neuesten Zahlen.

Indien hat im Vorjahr 3,32 Millionen Tonnen nichtrostenden Stahl produziert. Damit überholt das Land Japan und wird weltweit zweitgrößter Erzeuger dieses Materials. Japan produzierte im Vorjahr knapp mehr als drei Millionen Tonnen. Das meldet der Fachverband International Stainless Steel Forum (ISSF) in Brüssel sowie der Fachdienst steelguru.com.

Nur eine einzige Region hat ihren Weltmarktanteil vergrößert

Sowohl Indien als auch Japan liegen allerdings weit abgeschlagen hinter dem größten Produzenten: China. Stahlhersteller dieses Landes produzierten im Vorjahr knapp 25 Millionen Tonnen nichtrostenden Stahl.

China ist laut den jüngsten Zahlen des Verbands in den Jahren seit 2005 die einzige Region, die ihren Anteil am Weltmarkt vergrößert hat. Dagegen hat der Anteil europäischer Stahlhersteller massiv abgenommen. Dasselbe gilt allerdings auch für die Stahlkocher in Nordamerika, Südamerika, in Asien außerhalb von China sowie in allen anderen Regionen der Welt.

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Hier eine Gegenüberstellung der Marktanteile im Jahr 2005 und 2016:

  • China: Anteil steigt von 13 Prozent auf 54 Prozent
  • Asien außer China: Anteil sinkt von 39 Prozent auf 22 Prozent
  • EU-27: Anteil sinkt von 34 Prozent auf 16 Prozent
  • Beide Amerikas: Anteil sinkt von 11 Prozent auf 6 Prozent
  • Alle anderen Regionen: Anteil sinkt von drei Prozent auf einen Prozent.

Die Produktionszuwächse der einzelnen Metalle von 1980 bis 2016:

  • Blei:                        plus 2,00 Prozent
  • Zink:                        plus 2,25 Prozent
  • Kupfer:                   plus 2,73 Prozent
  • Aluminium:             plus 3,80 Prozent
  • Kohlenstoffstahl:  plus 2,31 Prozent
  • Edelstahl:               plus 5,40 Prozent.

Weitere Zahlen und Tabellen sind beim Fachverband ISSF hier als PDF-Dokument abrufbar.

(pm)

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