Energiewirtschaft

Neues Geothermieprojekt in Bayern: Strabag und RAG beginnen in Kürze mit Bohrungen

Bauriese Strabag und die Energiefirma RAG wollen noch heuer mit Bohrungen zu einem neuen Geothermie-Projekt in Garching bei München beginnen. Alle Genehmigungen liegen vor. Mit dem Projekt wollen die Firmen in Deutschland einen lukrativen Markt für diese Art der Energiegewinnung erschließen.

Der Strabag-Baukonzern und die EVN-Tochter RAG Rohöl-Aufsuchungs AG werden in Bayern gemeinsam im Geothermie-Bereich aktiv: In der Gemeinde Garching an der Alz wollen sie ein Tiefenerdwärme-Projekt weiterführen, für das Genehmigungen und Konzessionen vorliegen.

Mehr zum Einstieg der Strabag bei dem Projekt und den Genehmigungen hier: Strabag und EVN übernehmen bayerische Geothermie-Firma >>

Erste Arbeiten am Gelände sollen noch heuer erfolgen, bis zum Anlagenbetrieb soll es 33 Monate dauern, melden die Unternehmen.

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Die Anlage soll eine installierte Leistung von bis zu 3,5 MWe (Strom) und 6,2 MWth (Wärme) erreichen, so Strabag und RAG. Damit könnten pro Jahr bis zu 26 GWh Strom ins öffentliche Netz eingespeist und bis zu 20 GWh Wärme produziert werden.

Vielversprechende Chancen im Bereich erneuerbarer Energien für Bauindustrie und Energieversorger

Für Strabag und RAG biete das Projekt die Möglichkeit, das zukunftsweisende Geschäftsfeld Tiefengeothermie in Deutschland zu erschließen. Die RAG bringe ihr umfassendes Know-how in der Tiefbohrtechnik und die Strabag im Kraftwerks- und Anlagenbau ein.

Konkret haben die beiden Konzern je 50 Prozent an der Geoenergie Bayern Projekt Garching a.d. Alz GmbH & Co. KG erworben, die RAG ihre 50 Prozent direkt und die deutsche Strabag SE über ihre Tochter Ilbau Liegenschaftsverwaltung AG, Hoppegarten. Der Kaufvertrag für das Joint-Venture ist rechtskräftig, auch liegt die kartellrechtliche Genehmigung vor.

Rückblick zum großen Geothermie-Projekt in Wien

Rückblick: Ein großes Projekt im Bereich Geothermie im Osten von Wien mussten Unternehmen rund um den Mineralölriesen OMV und den städtischen Versorger Wien Energie wegen der Gegebenheiten im Boden wieder aufgeben.

Hier unser Bericht aus dem Jahr 2012, als die Arbeiten am Projekt noch im vollen Gange waren: Geothermie: Hitzeschlacht im Wiener Becken >>

(red/apa)

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