Industrie 4.0

Neues Forschungszentrum in Wien entwickelt "digitalen Zwilling" von Fabriken

In einem neuen Christian Doppler-Labor wollen Forscher der TU Wien Technologien für die Digitalisierung entwickeln - beispielsweise einen "digitalen Zwilling" einer ganzen Fabrik.

Das ist ein Symbolbild.

Lösungen für die "Industrie 4.0" wollen Wissenschafter der Technischen Universität (TU) in einem neuen Christian Doppler(CD)-Labor suchen, das jetzt eröffnet wurde. Ziel ist die Entwicklung eines "digitalen Zwillings" der gesamten Fabrik, der helfen soll, Bestellung, Lager und Produktionsstraße zu einem intelligenten, vorausschauend und eigenständig handelnden System zusammenwachsen zu lassen.

"Modellintegrierte, intelligente Produktion" konkret angewandt

Erforderlich dafür sind Computermodelle, mit denen sich die einzelnen Maschinen und Abläufe präzise beschreiben lassen und die auf intelligente Weise miteinander verknüpft werden.

Das von Manuel Wimmer vom Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme der TU Wien geleitete "CD-Labor für modellintegrierte, intelligente Produktion" beschäftigt sich einerseits mit der Konzeption und intelligenten Verknüpfung von solchen digitalen Zwillingen. Andererseits forscht man daran, wie sich diese Modelle auch im laufenden Betrieb nutzen lassen.

White Paper zum Thema

Großteil der Gelder kommt vom Staat

Geht es nach dem Willen der Wissenschafter und der beiden Industriepartner des CD-Labors, Certicon und Lieberlieber, steht am Ende der Entwicklung eine intelligente Fabrik, in der sich die einzelnen Maschinen aufeinander einstellen, in der Fehler automatisch erkannt und behoben werden, in der die Produktionsrate ganz von selbst an den Lagerbestand und an aktuelle Bestellungen angepasst wird.

Eckdaten zu den CD-Labors

In CD-Labors kooperieren Wissenschafter mit Unternehmen im Bereich anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Wichtigster Fördergeber der Christian Doppler-Gesellschaft (CDG) ist das Wirtschaftsministerium.

Das Budget für das neue CD-Labor beträgt 2,2 Millionen Euro, davon kommen rund 1,3 Mio. Euro von der öffentlichen Hand, der Rest wird von den beteiligten Firmen aufgebracht.

(apa/red)

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