Elektroindustrie

Neuer Vertrag: AMS darf nun Gewinne von Osram "abführen"

Sensorhersteller AMS hat den Beherrschungsvertrag mit Osram fixiert. Jetzt fehlt nur die Zustimmung auf der kommenden außerordentlichen Hauptversammlung. Dann will AMS einen "weltweit führenden Anbieter von Sensorlösungen und Photonik" schaffen - nicht zuletzt mit Osrams Finanzen.

Der börsennotierte steirische Sensorspezialist AMS hat den Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit dem deutschen Lichtkonzern Osram bekanntgeben. Nun könne man "die Strategie zur Schaffung eines weltweit führenden Anbieters von Sensorlösungen und Photonik umzusetzen", teilte AMS mit. AMS hatte sich nach langem Ringen Ende 2019 die Mehrheit an Osram gesichert. Jetzt muss noch das Ja bei einer ao. HV von Osram her.

Die Barabfindung beläuft sich auf 44,65 Euro pro Aktie und die jährliche Ausgleichszahlung 2,24 Euro. Der Vertrag bedarf noch der Zustimmung von 75 Prozent der anwesenden Stimmen in der für 3. November 2020 angesetzten außerordentlichen Hauptversammlung von Osram. Die AMS hält derzeit rund 71 Prozent der ausstehenden OSRAM-Aktien und "ist zuversichtlich, die Zustimmung zu erhalten".

"Wir freuen uns, den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Osram abzuschließen", sagte Alexander Everke, CEO von AMS. "Die Implementierung wird die schnelle und erfolgreiche Integration von AMS und OSRAM in ein zusammengeführtes Unternehmen ermöglichen, das profitables Wachstum auf langfristiger Basis bietet. Dieser wichtige Schritt macht uns zuversichtlich, unsere Strategie, einen weltweit führenden Anbieter von Sensorlösungen und Photonik mit europäischen Wurzeln zu schaffen, erfolgreich umzusetzen." (apa/red)

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