Personalie

Neuer Technikvorstand und neue Strategie bei Semperit

Ab Jänner 2020 übernimmt Kristian Brok den Posten des Chief Operating Officers bei Semperit. Damit will der Konzern auch die strategische Neuausrichtung des Sektors Industrie starten.

Semperit ernennt Kristian Brok zum neuen Technikvorstand - er komplettiert damit den Vorstand des börsennotierten Gummi- und Kautschukkonzerns. Brok war in den vergangenen zehn Jahren beim Mitbewerber Trelleborg tätig und verfüge über mehr als 20 Jahre Managementerfahrung im Bereich hochspezifischer technischer Fertigung.

Semperit baut Industrie-Sektor um

Semperit werde nun die ersten Schritte der Industriegummi-Strategie umsetzen: So wird der Sektor Industrie künftig in vier statt drei Segmenten organisiert: Die Business Units Dichtungsprofile und Elastomerplatten werden vom Segment Semperform getrennt und ab 1. Jänner 2020 als eigenes Segment unter dem Namen SemperSeal geführt. Semperform hingegen wird sich künftig auf Handläufe, Seilbahnringe, Schifolien und Engineered Solutions (SES) konzentrieren.

Weiters informierte das Unternehmen über seine Expansionspläne: Mit dem Ziel einer sukzessiven Reduzierung der hohen Abhängigkeit der Semperit-Gruppe vom europäischen Wirtschaftsraum soll in einem ersten Schritt in Nordamerika expandiert werden. "Wir suchen die Nähe unserer Kunden, um Märkte schneller und effizienter bedienen zu können", sagt Vorstandsvorsitzender Martin Füllenbach.

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Mit dem Ziel, neue Wachstumsregionen und -industrien zu identifizieren und zu erschließen, werde eine neue Organisationseinheit Customer Excellence Center (CEC) aufgebaut, um künftig einen stärkeren Fokus auf nicht erschlossene Industrien, die Digitalisierung des Produktportfolios sowie die Analyse weiterer Anwendungsmöglichkeiten der Semperit-Produktpalette zu richten.

Zukunft des Medizinsektors weiterhin unklar 

Was mit der Medizinsparte Sempermed passiert, ist weiterhin unklar. Für den Sektor Medizin prüft der Vorstand der Semperit AG Holding verschiedene strategische Optionen, so Informationen aus dem Konzern. Eine Option wäre die Fortführung mit erhöhten Investitionen, sagte eine Konzernsprecherin zur APA. Das hieße Modernisierungen und einen Ausbau der Kapazitäten. Eine andere wäre die Hereinnahme eines Partners oder der Verkauf im Ganzen oder auch in Teilen, teilte Semperit im November 2019 mit. (apa)