Luftfahrt

Neuer Berliner Flughafen braucht offenbar noch viel länger Geld vom Staat

Wegen der Auswirkungen der Coronakrise auf die Luftfahrt könnte das milliardenschwere Problemprojekt BER nach dem Start noch viel länger auf Hilfe vom Staat angewiesen sein.

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Der deutsche Hauptstadt-Flughafen BER könnte nach dem Start noch länger auf Zuschüsse angewiesen sein infolge des Einbruchs bei den Passagierzahlen in der Coronakrise. "Wir werden auch in 2021, 22, 23 möglicherweise noch Unterstützung benötigen", sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup im Sonderausschuss des Brandenburger Landtags.

Es werde längere Zeit dauern, bis die Passagierzahlen wieder so seien wie vor der Krise, so Daldrup. Eigentümer des Flughafens sind Berlin, Brandenburg und der Bund. Er soll Ende Oktober in Betrieb gehen.

Für heuer hatten die Betreiber die Finanzlücke im laufenden Geschäft an den Bestandsflughäfen Schönefeld und Tegel auf bis zu 300 Millionen Euro beziffert. Im Herbst wolle der Aufsichtsrat über die Zeit nach 2020 beraten, sagte Lütke Daldrup. Tegel soll spätestens im November schließen, Schönefeld Teil des neuen Flughafens am selben Standort werden. (dpa/apa/red)

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