Autoindustrie

Neue Verhandlungen über Autoallianz zwischen Renault und Nissan

Der neue Konzernchef von Renault ist nach Japan gereist, um mit der Führung seiner Partner Nissan und Mitsubishi über die Zukunft der Allianz zu verhandeln. Der Verband der drei Autobauer nimmt für sich in Anspruch, der weltgrößte Pkw-Hersteller zu sein.

Der französische Autokonzern Renault und sein japanischer Partner Nissan sprechen über die weitere Zukunft ihrer Allianz nach der Verhaftung ihres früheren Chefs Carlos Ghosn. Zu diesem Zweck traf der neue Präsident von Renault, Jean-Dominique Senard, zu zweitägigen Gesprächen mit Nissan-Chef Hiroto Saikawa in Japan ein, wie örtliche Medien berichteten. Dazu: Renault: Neue Doppelspitze soll Allianz mit Nissan fortführen >>

Senard ist für die von Ghosn entworfene Allianz mit Nissan verantwortlich. Es wird erwartet, dass er am 8. April bei einer außerordentlichen Aktionärsversammlung in den Vorstand von Nissan berufen wird.

Ghosn wechselt Anwälte - bis heute kein Termin für einen Prozess

Der seit drei Monaten in Japan in Untersuchungshaft sitzende Ghosn soll unter anderem gegen Börsenauflagen verstoßen haben. Der 64-Jährige hat vor Gericht seine Unschuld beteuert.

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Nach wiederholt gescheiterten Anträgen auf Freilassung gegen Kaution wechselte Ghosn seinen japanischen Anwalt aus und soll künftig von dem Juristen Junichiro Hironaka verteidigt werden. Dieser hat schon mehrmals prominente Angeklagte vertreten und häufig Freisprüche erreicht. Ein Termin für einen Prozess gegen Ghosn in Japan gibt es noch nicht. (dpa/apa/red)

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