Autonomes Fahren

Neue Konkurrenz für Google: Volvo und Autoliv kooperieren

Bei Systemen für Roboterwagen wird die Konkurrenz für Google immer härter: Volvo will gemeinsam mit dem Zulieferer Autoliv die Steuerung von Roboterwagen entwickeln. Auch die Zulieferer MobilEye und Delphi kündigen an, gemeinsam Systeme für "wenige tausend Dollar" bauen zu wollen.

In der Autobranche formiert sich die nächste Allianz für die Entwicklung selbstfahrender Autos. Volvo hat sich mit dem Zulieferer Autoliv zusammengetan. Beide Partner wollen in einem Gemeinschaftsunternehmen unter anderem Software zur Steuerung von Roboterwagen entwickeln.

Technologie soll anderen Herstellern zur Verfügung stehen

Die Technologie solle in Autos von Volvo verwendet, aber auch an andere Hersteller verkauft werden, kündigten die Unternehmen am Dienstag an. Sie werde voraussichtlich zum Jahr 2021 verfügbar sein.

Erst vor rund zwei Wochen hatten auch die Zulieferer MobilEye und Delphi eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Technik für Roboterwagen bekanntgegeben. Sie stellten Systeme für "wenige tausend Dollar" in Aussicht, die vor allem kleinere Hersteller interessieren könnten, die kein Geld für eigene Forschung haben. Ihre Technologie soll 2019 fertig sein und bis 2021 auf die Straße kommen. MobilEye ist mit dem Chipriesen Intel auch Entwicklungspartner von BMW.

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Google hat bis heute nur ein Pilotprojekt auf der Straße

Mit der Kooperation von Volvo und Autoliv wächst die Konkurrenz für Google. Der Internet-Konzern will seine seit 2009 entwickelte Software für selbstfahrende Autos den Herstellern anbieten. Bisher läuft aber nur ein Pilotprojekt, bei dem testweise 100 Minivans von Fiat Chrysler umgebaut werden. Schwergewichte der Branche wie Daimler wollen die Entwicklung selbst in der Hand behalten.

Schwergewichte wie Daimler wollen ohne Fremde an Bord entwickeln

Der schwedische Hersteller Volvo, der inzwischen zum chinesischen Konzern Geely gehört, arbeitete bereits seit einiger Zeit selbst an selbstfahrenden Autos und kündigte auch schon Straßentests mit 100 ausgewählten Einwohnern in Göteborg an. In dem neuen Gemeinschaftsunternehmen wollen Volvo und Autoliv jetzt ihre Technologien zusammenlegen und daraus neue Systeme entwickeln. (APA/dpa/red)

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