Zulieferindustrie

Neue Halberg Guss gegen Prevent - Gewerkschaft für Schlichtung

Mitarbeiter des Autozulieferers Neue Halberg Guss wehren sich gegen den Kurs der bosnischen Gruppe Prevent - die IG Metall will den Arbeitskampf jetzt durch eine Schlichtung beenden.

Die IG Metall will den Arbeitskampf beim Autozulieferer Neue Halberg Guss (NHG) durch eine Schlichtung beenden. Die Gewerkschaft hat den früheren Arbeitsrichter Lothar Jordan aus Mannheim als Schlichter vorgeschlagen und dem Unternehmen eine Frist bis Donnerstag, 24.00 Uhr gesetzt.

Sollten Schlichter und Schlichtung angenommen werden, könne der seit sechs Wochen währende Streik ab dem kommenden Montag ausgesetzt werden, sagte der Chef des IG-Metall-Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger, in Frankfurt.

Die rund 2.200 NHG-Beschäftigten in Saarbrücken und Leipzig streiken seit dem 14. Juni für höhere Abfertigungen und die Einrichtung von Beschäftigungsgesellschaften im Fall von Entlassungen. Am Dienstag war eine sechste Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben.

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Der Hersteller von Motorblöcken und Antriebswellen gehört seit dem Jahresbeginn zur bosnisch-deutschen Prevent-Gruppe der Familie Hastor, die sich mit dem VW-Konzern erbittert um Lieferkonditionen gestritten und Aufträge verloren hat.

Das NHG-Management will das Werk Leipzig mit 700 Beschäftigten Ende 2019 schließen. Auch das Stammwerk Saarbrücken mit rund 1.500 Mitarbeitern soll wegen wegbrechender Aufträge in der Folge des Streiks auf der Kippe stehen. (dpa/apa/red)

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