Bauindustrie

Neue Bahntrasse in der Türkei: EU zahlt 275 Millionen Euro

Die EU finanziert mit viel Geld ein neues Schienennetz in der Türkei. Im Wesentlichen geht es um die Errichtung einer neuen Bahnstrecke zwischen Istanbul und der bulgarischen Grenze - was auch China gefallen dürfte.

Die EU-Kommission beteiligt sich nach eigenen Angaben mit einem Betrag von 275 Mio. Euro am Bau eines Schienennetzes, das Istanbul mit der bulgarischen Grenze verbinden soll. Das in Istanbul unterzeichnete Abkommen sei das größte Finanzierungshilfe-Projekt zwischen der Türkei und der EU überhaupt, teilte die Kommission mit.

In diesen Tagen heizt Türkei Konflikt mit EU-Mitglied Zypern an

In diesen Tagen heizt die Türkei übrigens wieder einen Konflikt mit dem EU-Mitglied Zypern an. Vor der drittgrößten Mittelmeerinsel sind riesige Erdgasvorkommen entdeckt worden. Die Türkei, die den Nordteil der Insel seit 1974 militärisch besetzt hält, hindert Zypern jedoch daran, mit der Exploration der Felder zu beginnen: 

Riesiges Erdgasfeld vor Zypern - Türkei will gleich losbohren >>

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Strecke zwischen Istanbul und bulgarischer Grenze

Die Gesamtkosten des neuen Bahnbaus belaufen sich demnach auf eine Mrd. Euro. EU-Vizekommissar Jyrki Katainen sagte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem türkischen Finanzminister Berat Albayrak in Istanbul, der Wirtschaftsdialog zwischen der EU und der Türkei sei ein gutes Beispiel dafür, dass es besser sei, miteinander zu sprechen statt übereinander.

EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc sagte, die Türkei sei eine "Brücke zwischen Ost und West". Der geplante Eisenbahn-Abschnitt soll in Istanbul an der Station Halkali beginnen und bis zum bulgarisch-türkischen Grenzübergang Kapikule führen.

Türkei immer noch offizieller Beitrittskandidat

Die Türkei ist seit 1999 und immer noch offiziell Kandidat für einen Beitritt zur Europäischen Union. Die 2005 begonnenen Beitrittsgespräche liegen aber mittlerweile praktisch auf Eis. (dpa/apa/red)

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