Bahnindustrie

Nach Übernahme: Waggonvermittler VTG soll von der Börse

Die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley will den deutschen Waggonvermittler VTG von der Börse nehmen. Der Vorstand des Unternehmens hat seinen Widerstand gegen die Übernahme aufgegeben.

Der Hamburger Waggonvermittler VTG soll nach der erfolgreichen Übernahme durch die US-Investmentbank Morgan Stanley jetzt ganz von der Börse genommen werden. Der Vorstand will einen Antrag auf Widerruf der Zulassung der Aktien zum Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse stellen, teilte das Unternehmen mit.

Den noch verbliebenen Aktionären bietet Morgan Stanley über seinen Infrastrukturfonds 53 Euro je Aktie und damit um rund sieben Prozent mehr als das Papier zum Xetra-Handelsende am Freitagabend gekostet hatte.

Morgan Stanley hatte im Sommer 2018 ein Offert für VTG vorgelegt und war damit zunächst auf den Widerstand des Vorstands gestoßen. Dieser lenkte später ein.

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Dazu:
Finanzfirma bekommt die Mehrheit am Schienenlogistiker VTG >>

Nachdem der Logistik-Milliardär Michael Kühne sein 20-Prozent-Paket verkauft hatte, konnte sich Morgan Stanley die Mehrheit sichern. Die Bank hielt zuletzt über ihren Fonds knapp 71 Prozent.

Da der Streubesitz weniger als 14 Prozent betrug, sei eine Börsennotiz nicht mehr sinnvoll. Aus diesem Grund kamen Aufsichtsrat und Vorstand zu dem Schluss, dass ein sogenanntes Delisting im Interesse des Unternehmens liegt. (dpa/apa/red)

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